Israel warnt die Vereinigten Staaten von Amerika: Freunde zerren Freunde nicht vor den UN-Sicherheitsrat. Das schreibt der Autor Jason Ditz auf Antikrieg.

Israelische Regierungsvertreter haben seit der Abstimmung am Donnerstag im UN-Sicherheitsrat 14 verschiedene Botschafter einbestellt, darunter den Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika und zehn Botschafter der 14 Länder, die für die Resolution gestimmt haben, die Israels anhaltenden Bau von Siedlungen in den besetzten Gebieten verurteilt.

Wie gehabt lautet die Botschaft, dass Israel „schockiert“ ist und dass man dabei ist, es allen möglichen heimzuzahlen, besonders den Palästinensern, um zu demonstrieren, dass man sich nicht von der UNO in ein Friedensabkommen drängen lasse. Israel ist laut Regierungsvertretern auch auf der Suche nach Möglichkeiten, es der UNO heimzuzahlen.

Premierminister Benjamin Netanyahu hat das Außenministerium angewiesen, alle Möglichkeiten zu überprüfen, die Beziehungen mit der UNO einzuschränken, wobei die Rede speziell von der Einstellung der Zahlungen Israels an verschiedene Unterorganisationen der UNO war, sowie von Überlegungen, UNO-Repräsentanten aus dem Land auszuweisen.

Ein großer Teil der israelischen Wut scheint sich gegen die Vereinigten Staaten von Amerika zu richten, das einzige Land im UN-Sicherheitsrat, das nicht für die Resolution gestimmt, das aber auch kein Veto eingelegt hat. Israelische Regierungsvertreter einschließlich Netanyahu haben den Vorwurf erhoben, dass die ganze Angelegenheit eine Verschwörung der Administration Obama ist.

Netanyahu sprach auch von einem gereizten Telefongespräch mit Außenminister John Kerry am Donnerstag, in dem er Kerry warnte, dass „Freunde Freunde nicht vor den UN-Sicherheitsrat zerren.“ Es war die erste Resolution gegen Israel seit acht Jahren, gegen die die Vereinigten Staaten von Amerika kein Veto einlegt haben, und die erste seit 1980, die gegen die Siedlungen gerichtet war.

Das Weiße Haus weist weiterhin die Behauptungen zurück, es habe sich gegen Israel „verschworen,“ und betont, man stehe in jeder Beziehung an der Seite Israels und werde weiterhin Rekordsummen an Militärhilfe dorthin schicken, man sei aber gegen die Siedlungen und könne nicht ein Veto gegen eine UNO-Resolution einlegen, mit der man völlig übereinstimme.

 

Quelle: Contra Magazin

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