Nach dem tödlichen Absturz des russischen Flugzeugs Tu-154 mit 92 Insassen an Bord bringen die Einwohner der ukrainischen Stadt Odessa Blumen, Laternen und Kerzen zum russischen Konsulat. Nun haben mehrere Mitglieder der nationalistischen Organisation Rechter Sektor die Andenken in einen Müllcontainer geworfen, teilt ein Sprecher des Konsulats mit.

„Gestern kam eine Gruppe junger Menschen aus dem Rechten Sektor zum Generalkonsulat Russlands gekommen, sammelte die Blumen und Laternen ein, die zuvor als Andenken an die Opfer der Tu-154-Flugzeugkatastrophe dort niedergelegt wurden, und warfen sie in eine Mülltonne“, sagte er.

Obwohl ukrainische Polizisten, die das Konsulat rund um die Uhr bewachen, anwesend gewesen seien, hätten sie dies nicht verhindert. Die Radikalen hätten auch Trauerplakate vom Zaun gerissen und eigene Zettel mit verhöhnenden Sprüchen und obszönen Worten angebracht. Die Fotos der „Aktion“ wurden später auf Facebook veröffentlicht.

Am frühen Sonntagmorgen war ein Flugzeug vom Typ Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums sieben Minuten nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere. Unter ihnen waren Sänger, Solisten, Musiker und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Chors, drei TV-Filmteams mit insgesamt neun Journalisten sowie die weltweit engagierte Ärztin und Leiterin der Wohltätigkeitsstiftung „Gerechte Hilfe“, Jelisaweta Glinka, auch bekannt als „Doktor Lisa“.

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