Die diplomatischen Aktivitäten Ankaras und Teherans unter Vermittlung Russlands versprechen einen langersehnten Erfolg bei den Syrien-Gesprächen in Astana, wie der Militärexperte und Ex-Sicherheitsberater des Vorsitzenden der türkischen Partei der nationalistischen Bewegung (MHP) Celalettin Yavuz in einem Gespräch mit Sputnik Türkiye sagte.

 

Bei den am 20. Dezember in Moskau durchgeführten Verhandlungen haben die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei die Situation in Syrien besprochen und eine gemeinsame Erklärung abgegeben, die eine politische Regelung des Syrien-Problems vorsehe, basierend auf der territorialen Integrität der arabischen Republik.

Zudem habe sich die Türkei verpflichtet, auch Vertreter der bewaffneten Opposition an den Verhandlungstisch zu lassen.   Bisher habe die syrische Regierung mit Unterstützung Russlands, des Iran und der libanesischen Hisbollah gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) einerseits und gegen die Oppositionskräfte andererseits kämpfen müssen, die den Sturz Assads angestrebt hätten. Ankara sei auf der Seite dieser Oppositionskräfte.

 

Deswegen würde die Beseitigung dieses Widerspruches ermöglichen, die in der Moskauer Erklärung fixierten Festlegungen in die Tat umzusetzen.

Das hieße, dass das Assad-Regime die Kriegshandlungen gegen die Opposition stoppen müsse. Auch die Opposition solle eine Pause einlegen. Nur bei einem Waffenstillstand könne von einer Umsetzung der gemeinsamen Erklärung die Rede sein.

Syrien vor dem Krieg

 

 

Der Experte bezeichnete die Verhandlungen, die in Moskau stattgefunden hatten, in Ankara verlaufen und in Astana weiter fortgesetzt werden sollen, als äußerst wichtig und positiv. Dank der trilateralen Kontakte habe sich eine positive Tendenz bei der Regelung des Syrien-Konfliktes abgezeichnet.

Die Tatsache, dass sich Russland, die Türkei und der Iran verständigen gekonnt haben, sei an und für sich ein wichtiger Durchbruch auf dem Wege zur Konfliktlösung in Syrien. Zuvor war mitgeteilt worden, dass der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan den Konfliktparteien in Syrien vorschlagen würden, Friedensverhandlungen in der kasachischen Hauptstadt Astana zu führen und dadurch die Gespräche im Genfer Format zu ergänzen. „Vorgestern haben wir uns bei einem Telefonat mit Präsident Erdogan verständigt, dass wir den Konfliktparteien — wir unserseits der syrischen Regierung, der türkische Präsident den Vertretern der bewaffneten Opposition — vorschlagen werden, den Prozess der Friedensgespräche auf einer neuen Plattform fortzusetzen, zu der die Hauptstadt Kasachstans Astana werden könnte», hatte Putin zuvor gesagt.

Text: Sputnik

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