Die Einsatzkräfte haben am Absturzort der Tu-154 im Meer weitere drei Tote gefunden, wie es am Mittwoch aus Sicherheitskreisen verlautete.

Russischen Medien zufolge ist die Gesamtzahl der entdeckten Opfer damit auf 15 angestiegen. Insgesamt konnten im Absturzgebiet zudem 223 Körperteile, vermutlich von den Absturzopfern, geborgen werden.

 

Zuvor hieß es aus dem Verteidigungsministerium, das die genetische Expertise der sterblichen Überreste in Moskau erfolgen solle.

An der Such-Operation beteiligten sich 45 Schiffe, 15 Tiefseeapparate, 192 Taucher, 12 Flugzeuge und fünf Hubschrauber. Zum Bergen großer Flugzeugfragmente aus dem Meer ist ein Kranschiff eingetroffen.

Es werden mehrere Ursachen für diese Tragödie erwogen: Fremdkörper könnten in die Triebwerke geraten sein, nicht qualitätsgerechter Treibstoff, ein Pilotierungsfehler sowie eine technische Störung an Bord. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau haben die ersten Auswertungen des am Dienstag geborgenen Flugschreibers die Zahl der möglichen Absturzursachen deutlich verringert. „Die endgültigen Resultate werden aber erst nach Prüfung aller Faktoren vorliegen“, hieß es.

Von ausschlaggebender Bedeutung sei die Auswertung des Flugdaten-Recorders. Dann würde endgültig klar, was sich an Bord der Maschine kurz vor dem Absturz abgespielt hat.

Am frühen Sonntagmorgen war ein Flugzeug vom Typ Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums sieben Minuten nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere: Unter ihnen waren  Sänger, Solisten, Musiker und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Chors, drei TV-Filmteams mit insgesamt neun Journalisten sowie die weltweit engagierte Ärztin und Leiterin der Wohltätigkeitsstiftung „Gerechte Hilfe“, Jelisaweta Glinka, auch bekannt als „Doktor Lisa“.

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