Chinas Ausbau der neuen Seidenstraße stößt auch bei der Deutschen Bahn auf Interesse. Das Angebot im Schienengüterverkehr zwischen Deutschland und China soll deutlich ausgebaut werden, schreibt Chefredakteur Marco Maier vom Contra Magazin.

 

Von Marco Maier

Während sich die etablierte Politik beiderseits des Atlantiks noch damit beschäftigt, sowohl Russland als auch China ständig zu attackieren, sucht man seitens der Unternehmen eher Möglichkeiten, wie man den grenzüberschreitenden Handel ausweiten kann.

Bei der Deutschen Bahn, der der ehemalige CDU-Politiker und Bundesminister Ronald Pofalla als Vorstandsmitglied angehört, gehört auch der Güterverkehr von und nach China zum Geschäft, welches man ausweiten möchte. Damit soll Deutschland faktisch an die neue Seidenstraße der Chinesen angeschlossen werden, in die Peking Unsummen investiert.

«Wir erwarten zum Jahresende 2016 eine Rekordmenge bei den Container-Transporten zwischen China und Deutschland», sagte Pofalla zur «Welt». «Über 40.000 Container sind eine ordentliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr», so Pofalla, der im DB-Konzern unter anderem Generalbevollmächtigter für internationale Beziehungen ist. «Das ist ein gutes Fundament, um bis zum Jahr 2020 unser großes Ziel zu erreichen und die Zahl der Container auf rund 100.000 pro Jahr gegenüber 2014 zu verdreifachen», kündigte Pofalla an. Die Bahn will dabei von Pekings Ausbauprogramm für Infrastruktur profitieren: «China will in den nächsten Jahren über 300 Milliarden Euro in seine Verkehrsinfrastruktur investieren. Als Partner können wir von der Wachstumsstory der Chinesen profitieren.»

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