Die Bordtechnik der über dem Schwarzen Meer abgestürzten Tu-154 hat nicht richtig funktioniert, wie Russlands Verkehrsminister Maxim Sokolow am Donnerstag auf einer Pressekonferenz erklärte.

„Offenbar war es ein nicht ordnungsgemäßes Funktionieren der Technik. Wodurch das ausgelöst wurde, das werden die Experten herausfinden, wozu eine spezielle technische Kommission gebildet wurde“, so der Minister. Einen Terroranschlag sieht Sokolow nicht als Hauptversion für die Absturzursache.

„Es begann und läuft eine Untersuchung, technische Ermittlungen zur Absturzursachen durch das Verteidigungsministerium. Alle möglichen Versionen werden geprüft, wobei parallel hierzu die Ermittlungsarbeiten fortgesetzt werden. Ich möchte betonen, dass die Version eines Terroranschlags – und heute gab es viele Fragen zu diesem Thema – selbstverständlich nicht als Hauptursache des Flugzeugunglücks betrachtet wird“, so Sokolow auf der Pressekonferenz.

Am frühen Sonntagmorgen war ein Flugzeug vom Typ Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums sieben Minuten nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere: Unter ihnen waren Sänger, Solisten, Musiker und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Chors, drei TV-Filmteams mit insgesamt neun Journalisten sowie die weltweit engagierte Ärztin und Leiterin der Wohltätigkeitsstiftung „Gerechte Hilfe“, Jelisaweta Glinka, auch bekannt als „Doktor Lisa“.

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