Um ganze 0,3 Prozent ist die deutsche Wirtschaft infolge der Staatsausgaben für die im Zuge der Migrationskrise ins Land gekommenen Menschen gewachsen. Doch die Rechnung geht nicht auf, weil das Bevölkerungswachstum deutlich höher war, schreibt Autor Steiner vom Contra Magazin aus Wien.

Von Michael Steiner

Um ganze 0,3 Prozent konnte die deutsche Wirtschaft infolge der Staatsausgaben für die Migranten wachsen, die im Zuge der Migrationskrise in die Bundesrepublik kamen, wie DIW-Präsident Marcel Fratzscher gegenüber der «Rheinischen Post» mitteilte. Bedenkt man, dass das Wanderungssaldo 2015 bei rund 1,1 Millionen Personen lag und auch in diesem Jahr eine nicht unerhebliche Zahl an Menschen in Deutschland um Asyl ansuchten, kann man (abzüglich der regulären, legalen Migration) davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen Anteil von 1 bis 1,2 Prozent der Bevölkerung handelt.

Damit zeigt es sich jedoch deutlich, dass das quantitative Bevölkerungswachstum in der Bundesrepublik keineswegs auch zu einem qualitativen Wachstum führt. Ganz im Gegenteil sorgt die Massenzuwanderung in erster Linie für deutlich höhere Staatsausgaben, die entweder durch Einsparungen in anderen Bereichen oder durch höhere Steuern bzw. höhere Staatsschulden kompensiert werden müssen.

Wenn Fratzscher gegenüber der Zeitung betont, dass der «positive Effekt der Geflüchteten auf die Wirtschaftsleistung […] sich in den kommenden Jahren weiter verstärken» werde, muss man sich an den Kopf fassen. Denn das von dem Ökonomen (!) erwartete Wirtschaftswachstum könnte dadurch langfristig auf 0,7 Prozent steigen. «Die staatlichen Leistungen für Geflüchtete wirken wie ein kleines Konjunkturprogramm, denn ultimativ kommen sie vor allem deutschen Unternehmen und Arbeitnehmern durch eine höhere Nachfrage zugute», sagte Fratzscher demnach weiter. Noch machten die Asylanten erst knapp ein Prozent der Erwerbstätigen aus. Langfristig aber «könnte die Integration der Geflüchteten die deutsche Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent oder mehr erhöhen», sagte Fratzscher.

Rekapitulieren wir: Die Migrationskrise brachte ein Bevölkerungswachstum von mindestens 1,2 Prozent, wobei diese Menschen (auf Steuer- und Sozialbeitragszahlerkosten) ein Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent verursachen und wenn man sehr positiv denkt, werden es irgendwann einmal 0,7 Prozent sein. Merkt hier denn niemand, wie die Menschen vom Establishment veräppelt werden? Man bringt Kosten- anstatt Leistungsträger ins Land und stellt dies dann auch noch als positiv für die Wirtschaft dar? Und noch schlimmer: Ein studierter Ökonom der ein Wirtschaftsforschungsinstitut leitet und auch Bestsellerautor ist, lässt sich zu solch undifferenzierten Äußerungen hinreißen, die eindeutig ideologisch motiviert sind! Eigentlich müsste man diesen Artikel der «Rheinischen Post» als «Fake News» klassifizieren, zumal hierbei manipulativ mit Halbwahrheiten argumentiert wird, die rein der Desinformation dienen.

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