Nun hat die Fake-News-Hysterie auch den Bundeswahlleiter erfasst. Auch er warnt nun vor angeblichen Falschmeldungen im Zuge des Bundestagswahlkampfs.

Von Marco Maier

Seit dem Sieg von Donald Trump in den USA und der dort ausgebrochenen Fake-News-Hysterie greift dieser Virus nun langsam auch auf Deutschland über. Natürlich versuchen auch die Mainstreammedien und die Politiker, die selbst zu den Produzenten von sogenannten «Fake News» gehören, dieses Thema ständig zu thematisieren und dabei vor allem alternative Medien zu diskreditieren. Auch der Bundeswahlleiter schlägt nun in diese Kerbe.

«Sogenannte Bots, aber auch reale Personen könnten gerade im Wahlkampf ‘Fake News’ erzeugen und die Öffentlichkeit in die Irre führen», sagte Dieter Sarreither, der Bundeswahlleiter, zu den Funke-Zeitungen. Dabei verwies auch er auf den US-Wahlkampf, in dem es immer wieder zur Verbreitung von Unwahrheiten gekommen sei. Diese Gefahr sehe ich auch im Bundestagswahlkampf», sagte Sarreither, der als Präsident des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden von Amts wegen mit der Durchführung der Bundestagswahl betraut ist. Sollten etwa falsche Informationen über die Wahlverfahren in die Welt gesetzt werden, «werden wir das jedenfalls umgehend klarstellen», kündigte er an.

Sarreither appellierte hierbei daran, sich vor der Bundestagswahl gründlich zu informieren. «Die Bürger und die Medien müssen in diesem Wahlkampf besonders sensibel auf Nachrichten reagieren. Sie müssen wissen, dass es Versuche gibt, sie zu manipulieren», so der Bundeswahlleiter weiter. Wenn die Mainstreammedien die Menschen manipulieren, scheint ihn das jedoch offenbar nicht zu stören.