Ein Jahr nach den massiven sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht hat Köln unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen ins neue Jahr gefeiert, wie deutsche Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise berichten. Die Feierlichkeiten verliefen mit hoher Polizeipräsenz friedlich.

Neben den Kräften der Bundespolizei und den städtischen Ordnungsdiensten waren demnach in der Innenstadt bis zu 1500 Polizeibeamte eingesetzt, die Personalien prüfen sollten. In den Stunden vor Mitternacht habe die Polizei am Hauptbahnhof eine Gruppe von mehreren Hundert Menschen, vor allem nordafrikanischer Herkunft, kontrolliert.

 

Weitere 300 Personen sollen am Deutzer Bahnhof aus einem Zug geholt und überprüft worden sein.

Laut dem TV-Sender ARD kamen in Köln Betonelemente und große Fahrzeuge als Sperren gegen mögliche Attentäter zum Einsatz. Außerdem mussten sich alle Menschen Einlasskontrollen am Domplatz unterziehen. Neu installierte hochauflösende Videokameras übertrugen Medienberichten zufolge Bilder vom Vorplatz des Hauptbahnhofs live ins Polizeipräsidium. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ schreibt, halten die Sicherheitskräfte ihre Arbeit für effektiv und sinnvoll. Laut ihnen gab es insgesamt zwei (leichte) sexuelle Übergriffe, 29 Gewahrsamnahmen, knapp 1700 Identitätsfesstellungen, sechs Festnahmen (drei Festgenommenen waren Illegale, gegen drei lagen Haftbefehle vor) und 900 Platzverweise.


In der Silvesternacht vor einem Jahr war es in Köln und anderen deutschen Städten zu massenhaften Übergriffen auf Frauen und Mädchen gekommen, offenbar durch Menschen ausländischen Aussehens – Migranten und Flüchtlinge. Bei der Kölner Polizei waren nach Stand von Ende April mehr als 1500 Anzeigen eingegangen, wobei ein Drittel der Klagen im Zusammenhang mit Sexualstraftaten eingereicht wurde. Außerdem wurden zahlreiche Diebstähle gemeldet. Bei den Tatverdächtigen solle es sich um mehrere Hundert Männer mutmaßlich nordafrikanisch-arabischer Herkunft handeln.

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