Weil vor einem Jahr vor allem Nordafrikaner in Gruppen Frauen sexuell belästigten und vergewaltigten, lag diese Gruppe speziell im Visier der Polizei. Aus der linken Ecke kommen Rassismus-Vorwürfe.

Von Michael Steiner

Die Polizei musste nach dem Versagen vor einem Jahr in der letzten Silvesternacht nun alles Mögliche unternehmen, damit sich die Gruppenvergewaltigungen und die vielen Übergriffe nicht wiederholen. Nachdem klar ist, dass es vor allem diverse Nordafrikaner waren, die solche Taten verübten, standen diese auch verstärkt im Visier der Polizei. Doch dafür wird sie nun von der politischen Linken kritisiert.

Die Kölner Polizei hatte am Samstagabend getwittert: «Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft.» Polizeipräsident Jürgen Mathies sagte dazu am Sonntag bei einer Pressekonferenz, nach seiner Einschätzung hätte der Begriff «Nafri» als Abkürzung für «Nordafrikaner» bzw. «Nordafrikanische Intensivtäter» besser nicht nach außen verwendet werden sollen. Eine Häufung an Straftaten von Personen aus dem nordafrikanischen Raum lasse sich aber nicht bestreiten, und dafür müsse dann polizeiintern auch ein Begriff gefunden werden.

 

Der frühere Piratenpolitiker und jetzige SPD-Politiker Christopher Lauer, der sich natürlich völlig politisch korrekt gibt, sagte der Deutschen Presse Agentur: «Ich halte diesen Begriff für in hohem Maße entmenschlichend.» Er sieht die Verwendung als äußerst problematisch: «Wenn die nun in der Silvesternacht hunderte Menschen so bezeichnen, ist das eine pauschale Verurteilung einer ganzen Bevölkerungsgruppe nur nach dem Aussehen.»

Doch wenn man ganz genau weiß, dass gerade die jüngeren männlichen Vertreter aus diesem Raum schon vor einem Jahr massive Probleme verursachten, wie es durch die Verdächtigen und Verurteilten der damaligen Straftaten bekannt wurde, dann ist das Vorgehen der Polizei sehr wohl korrekt. Die rund 1.700 im Einsatz befindlichen Polizisten versuchten dabei, die feiernden Menschen zu schützen und überprüften dabei auch die Identität von 650 Personen – vorwiegend aus dem nordafrikanischen Raum. Die Polizei sprach 190 Platzverweise aus und nahm 92 Personen in Gewahrsam. 27 Personen wurden vorläufig festgenommen. Es wurden zehn Sexualdelikte angezeigt, Vergewaltigungen waren nicht darunter.

Der Vorwurf des «racial profiling», also des gezielten Vorgehens der Polizei nach ethnischen Gesichtspunkten, sei absurd, hieß es seitens des Polizeipräsidenten. Es sei um das Verhalten dieser Männer gegangen, betonte er. «Der ganz überwiegende Teil war so, dass mit drohenden Straftaten zu rechnen war», sagte Mathies. Dies habe die Polizei mit ihrem Einsatz verhindert. Im Übrigen seien genauso auch Deutsche überprüft worden.

Wolfgang Wurm von der Bundespolizei berichtete, dass mindestens 1000 «fahndungsrelevante Personen» nach Köln gereist seien. Viele von ihnen hätten offenbar im Hauptbahnhof bleiben wollen, was die Polizei aber nicht zugelassen habe. Doch wenn solche Personen «fahndungsrelevant» sind (Was immer das auch genau heißen mag… Wissen die Deutschen vor lauter politischer Korrektheit schon gar nicht mehr, welche Begriffe sie verwenden sollen?), also offenbar verdächtigt werden, Straftaten begangen zu haben und es Ermittlungen gegen sie gibt – warum wurden diese dann nicht in polizeilichen Gewahrsam genommen?

Auf jeden Fall ist das Vorgehen der Polizei in Köln in der vergangenen Silvesternacht deutlich besser als jenes vor einem Jahr. Hätten sie sich – wie aus der linken Ecke gewünscht – nicht vor allem auf die Nordafrikaner konzentriert, sondern «politisch korrekt» verhalten, gäbe es wohl erneut dutzende Fälle von Vergewaltigungen im Umfeld des Kölner Hauptbahnhofs. Die Mehrheit der Bevölkerung dürfte jedenfalls hinter dem Vorgehen der Polizei stehen.

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