Das Flugzeug mit den russischen Diplomaten, die von US-Präsident Barack Obama ausgewiesen wurden, ist in Moskau gelandet. Damit ist die 72-Stunden-Frist, die Obama den Diplomaten zum Verlassen des Landes eingeräumt hatte, eingehalten.

Insgesamt verließen 96 russische Bürger die USA. Die Diplomaten und ihre Familienmitglieder wurden mit dem von der russischen Regierung bereitgestellten Flugzeug Il-96 in Washington abgeholt.

Am vergangenen Donnerstag hatte Obamas Administration neue Sanktionen gegen mehrere russische Einrichtungen, Firmen und Personen. Betroffen sind auch die russischen Geheimdienste GRU und FSB. Zudem mussten 35 russische Diplomaten und ihre Familien binnen 72 Stunden, also noch am Silvester-Wochenende, die USA verlassen.

Die Sanktionen sollen laut Washington eine Strafe für die vermeintlichen russischen Hackerangriffen sein, mit denen sich Russland angeblich in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt und Diplomaten unter Druck gesetzt habe. Dabei hat die US-Seite bislang noch keine Beweise für Moskaus Einmischung erbracht. Der Kreml versprach daraufhin eine „angemessene Reaktion“.

Der russische Präsident Wladimir Putin lehnte es allerdings ab, ebenfalls 35 US-Diplomaten des Landes zu verweisen und lud stattdessen deren Kinder zum Neujahrsfest in den Kreml ein. Russland wolle sich nicht auf das Niveau der Küchendiplomatie herabbegeben, begründete Putin seine Entscheidung. Die jüngsten US-Sanktionen des scheidenden US-Präsidenten gegen Russland kritisierte Putin als „provokant“ und schädlich für die gesamten internationalen Beziehungen.

 

Quelle: Sputnik