Deutliche Worte zum Jahreswechsel: 93 Jahre nach der Gründung der „modernen“ Türkei sieht Staatschef Erdogan sein Land heute einem „neuen Unabhängigkeitskrieg” ausgesetzt.

Wörtlich erklärte Erdogan in seiner Neujahrsbotschaft: „Die nationale Einheit, territoriale Integrität, Institutionen, Wirtschaft, Außenpolitik, kurz alle unsere Elemente, die uns als Staat aufrechterhalten, werden scharf angegriffen.”

Dabei seien Terrororganisationen „nur die sichtbaren Gesichter und Werkzeuge dieses Kampfes. Wir kämpfen im Wesentlichen gegen die Mächte hinter diesen Organisationen.” Näher präzisierte Erdogan diese Mächte nicht. Im Zuge der Ermittlungen wegen des Putschversuches im Juli waren Indizien zutagegetreten, die auf Hintermänner in den USA hindeuten. Erdogan selbst macht nach wie vor die oppositionelle, von der CIA unterwanderte und unterstützte Gülen-Bewegung für den Umsturzversuch verantwortlich.

Der Türkei sei es gelungen, aus der Katastrophe des gescheiterten Putsches „eine neue Auferstehung und einen Neuanfang zu machen”. Die verantwortlichen „Krebszellen“ würden auf jeder staatlichen und gesellschaftlichen Ebene ausgemerzt, sagte Erdogan weiter. Er schwor die Bevölkerung auf einen langen Kampf ein, zeigte sich aber zuversichtlich, daß der Wille der Nation dafür stark genug sei.

Quelle: Zuerst.de

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