Wie das Portal Korrespondent.net schreibt ist das Museum der UPA in der Region Lwow (Lemberg) in der Nacht zum 2. Jänner verbrannt. Der Facebook-Auftritt des Museum der Untergrundpresse schreibt entsprechendes auf der Seite.

 

Korrespondent.net

Als wahrscheinliche Ursache für den Brand wird Brandstiftung vermutet. Der Direktor des Museums  Ivan Popovic geht davon aus, dass das Feuer unterirdisch mit einer Brennflüssigkeit gelegt wurde. Das Museum wurde am 7. September 2014 eingeweiht, wie Korrespondent unter Berufung auf Medienberichte schreibt.

 

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Es war genau die Stelle, wo die UPA von der Roten Armee in der Schlacht vom 15. August 1955 abgelöst wurde.  Es war eine unterirdische Druckpresse ukrainischen Aufständischen UPA. Sie wurde 1942 gegründet und existierte bis etwa 1956. Im Zweiten Weltkrieg bekämpfte sie deutsche Truppen und die polnische „Heimatarmee“ (Armia Krajowa). Zeitweise kollaborierten die rechten Kräfte in der Ukraine auch mit Nazi-Deutschland und faschistischen Kräften gegen die Sowjetunion. Zu der Sichtweise gibt es verschiedene Auffassungen, worüber sich unter anderem auch in der Netzgemeinde gestritten wird.  Nach dem Krieg kämpfte sie weitere fünf Jahre in der Sowjetukraine gegen die Sowjetunion. Besonders in der Westukraine setzte seit der Unabhängigkeit 1991 eine Verehrung der UPA ein. In der Ukraine gibt es keinen Konsens über die Bewertung der UPA, große Teile der ukrainischen Bevölkerung lehnen eine Würdigung der Organisation ab. In einigen östlichen Landesteilen wurden Gedenktafeln und Mahnmale errichtet, die an die Opfer der UPA erinnern.Anfang April 2015 entschied sich das ukrainische Parlament, Mitglieder der UPA als Unabhängigkeitskämpfer anzuerkennen.

Das Thema um die UPA ist historisch umstritten und führte aktuell immer wieder auch zu akademischen Meinungsstreits, die dann auch in das politische einfließen. Der polnische Staat betrachtet die UPA als „verbrecherische Organisation“ und verantwortlich für einen „Genozid an der polnischen Bevölkerung“ in Wolhynien sowie Teilen Ostgaliziens. Die polnische Bevölkerung überlebte nur in den Großstädten, teilweise gab es aber auch hier schwere Ausschreitungen. Die Provinzbevölkerung dagegen war der UPA zumeist schutzlos ausgeliefert. In der Zeit von 1942 bis 1944 wurden allein in Wolhynien schätzungsweise 35.000 bis 60.000 ethnische Polen, und unter Einschluss der übrigen Gebiete der Ukraine möglicherweise bis zu 100.000 ermordet. Rechnet man die Zahl der geschätzten Geflüchteten mit ein, so dürfte die Zahl der polnischen Opfer insgesamt rund 300.000 erreicht haben.

Quelle: Korrespondent.net

 

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