Wäre die Stadt Neu-Ulm ohne Angliederung an ihren Landkreis bessergestellt? Sie ist die Größte in Bayern, die nicht kreisfrei ist. Nach Ärger um defizitäre Krankenhäuser ist von einem „Nuxit“ die Rede, schreibt das Internetportal welt.de.

„Bis 1972 war die schwäbische Stadt Neu-Ulm kreisfrei, dann verlor die Kommune die Selbstständigkeit und wurde in den gleichnamigen Landkreis eingegliedert. Jetzt, knapp 45 Jahre später, holt sich Neu-Ulm den damals verlorenen Status vielleicht zurück. Als erste kreisangehörige Stadt Bayerns seit der Gebietsreform könnte Neu-Ulm aus dem eigenen Landkreis austreten. Die Kommune prüft derzeit die Vor- und Nachteile eines solchen Schritts. In einigen Monaten soll entschieden werden“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Beitrag.

Seit der Eingliederung in den Landkreis sei die Einwohnerzahl von Neu-Ulm um fast die Hälfte auf etwa 60.000 gewachsen, Tendenz steigend. Alle Details zu einem möglichen Austritt würden nun von der Verwaltung zusammengetragen, dann werde das Ergebnis dem Stadtrat vorgelegt, sagt Stadtsprecherin Sandra Lützel. „Das wird eine ganze Zeit in Anspruch nehmen.“ Bis Mitte des Jahres 2017 solle die Prüfung aber abgeschlossen sein, sagt sie.

In Anlehnung an das britische EU-Referendum Brexit und das Neu-Ulmer Autokennzeichen NU macht in der Stadt unterdessen längst das Schlagwort „Nuxit“ die Runde. Für Bayern wäre es ein Novum, wenn die Stadt tatsächlich den eigenen Landkreis Neu-Ulm verlasse.

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