Eine Studie zeigt, dass der Wirtschaftskrieg gegen Russland Milliarden Euro kostete und hunderttausende Jobs vernichtete.

Von Marco Maier

Laut einer Studie des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) kostete der Wirtschaftskrieg gegen Russland die Europäische Union insgesamt fast 18 Milliarden Euro und vernichtete 400.000 Jobs. Kein Wunder also, dass die Wirtschaftssanktionen quer durch die Bank in Europa auf Ablehnung stoßen.

Doch die Politeliten in Brüssel, Berlin & Co interessieren sich nicht dafür, weil der ideologische (transatlantisch orientierte) Starrsinn wichtiger ist als die eigenen Wirtschaftsinteressen. Den Schaden dafür dürfen die Menschen und die Unternehmen tragen, während sich die Politiker auf Kosten der Allgemeinheit weiterhin hohe finanzielle Abfindungen genehmigen.

Zwar hätte der Außenhandel mit Russland wahrscheinlich auch ohne die Sanktionen etwas gelitten, weil der starke Ölpreisverfall auch der russischen Wirtschaft zusetzte und der Rubel einen Preisverfall durchmachte, doch die Sanktionen verstärkten diesen Effekt.

Laut Wifo hat Österreichs Wirtschaft hierbei bei der Wirtschaftsleistung (BIP) 550 Millionen Euro und 7.000 Arbeitsplätze verloren. In Deutschland lag der Schaden demnach bei knapp über 6 Milliarden Euro, sowie 97.000 Jobs die verloren gingen. In der gesamten EU (ohne Kroatien) beläuft sich der Schaden auf 17,6 Milliarden Euro beim BIP und rund 400.000 vernichteten Arbeitsplätzen.