Im Laufe eines 45-jährigen Lebens hat man schon etwas erlebt und so möchte ich ihnen einen kleinen Einblick in mein Leben geben. ich darf sie zu Beginn in die 70er-Jahre entführen, um sie dann am Ende in die Realität zurückzuholen. 

 

 

Ich bin ein stolzer 1971er. Ich bin praktisch noch in vernünftigen Zeiten aufgewachsen. Die Ölkrise hat mich als Kind kaum tangiert, wobei lediglich die Erwachsenen davon faselten, wenn sie – sofern sie eines hatten – ihr Auto anwarfen und rätselten, ob sie denn an diesem oder jenen Tag fahren dürften. Meine Straßenbahn fuhr aber mit Strom und mit dem Fahrrad war man als Kind auch viel unterwegs, oft aber auch per Pedes. Abgesehen davon, dass ich die Hälfte meines Kindseins im Kinderheim verbracht habe, besuchte ich in verschiedenen Bezirken Wiens, Volks- und Hauptschulen. Die Schulkinder waren alle der deutschen Sprache mächtig. Mit der Verständigung gab es kein Problem. Das lag daran, dass damals die Großfeldsiedlung oder der Rennbahnweg im 21. und 22. Wiener Bezirk, von den Hiesigen liebevoll Transdanubien (über der Donau) genannt, einen schlechten Ruf hatten, aber das war dann eher dem einheimischen Proletentum zuzuordnen, als einem wildgewordenen Mob an Neu-Österreichern (Ausländern).

Von 1978-1987, also in den 9 Jahren Schule die jeder absolvieren muss, überstieg die Anzahl der Ausländerkinder in einer Schulklasse meist die Zahl zwei nicht. Wir reden von Schulklassen mit bis zu 30 Schülern. Mit den Gastarbeiterkindern gab es keine Probleme, sie wurden neutral behandelt, sie waren Schulkollegen, nicht mehr und nicht weniger. Ich erinnere mich daran, dass ich mehr von deren Heimat erfahren wollte, denn ich kannte doch nur Wien. In gewissen Bezirken, hatte man natürlich einen höheren Teil an Gastarbeitern, dort waren die Wohnungsstandards niedriger, also günstigere Wohnungen. Ich selbst wohnte mit meinen Eltern die ersten 6 Jahre – also in den frühen 70ern – in einer 2-Zimmerwohnung, Wasser und WC am Gang. Also ich kenne eine triste Wohnungssituation.

Bis auf eigene drastische Erlebnisse waren die 80er-Jahre eine goldene Zeit. Österreich selbst hatte damals seine Blüte. In den frühen 90ern war dann der Jugoslawienkrieg und es kamen die ersten Flüchtlinge, die ich erlebte. Ich war beim Österreichischen Bundesheer Zeitsoldat und durfte auch bei der Grenzsicherung mitwirken. Auch damals gab es schon Schlepperunwesen und die für uns gefährlichere Schmugglerei, weil niemand wusste wozu Schmugglerbanden – wenn es hart auf hart kommt – fähig sein würden. Insgesamt sollen 115.000 Flüchtlinge damals in Österreich aufgenommen worden sein, 60.000 machten Österreich zu ihrer neuen Heimat. Das war die erste große Flüchtlingsituation an die ich mich erinnere. Der Ungarnaufstand in den 50ern und der Prager Frühling in den 60ern waren natürlich weit vor meiner Zeit, sie waren die ersten Flüchtlingsbewegungen nach dem 2. Weltkrieg nach Österreich, welche aber keine größeren negativen Auswirkungen auf Österreich hatten, im Gegenteil, denn diese Völker hatten schon in der Monarchie miteinander leben können.

In den frühen 90ern kamen auch die ersten Neger in Österreich an, welche hier um Asyl ansuchten. Da ich selbst eine Zeit lang im Gesellenheim Zohmanngasse wohnte – dort wo später die Operation Spring gegen die Drogendealer durchgeführt wurde – beobachtete ich die Situation über einen längeren Zeitraum hinweg. Schon zu meiner Zeit, wenige Jahre zuvor, waren Jugendliche aus verschiedenen Nationen dort untergebracht. Diese jungen Menschen unterschieden sich von mir teils gewaltig. Ich war ein Heimkind, aber ich hatte den Drang ein klein wenig aus mir zu machen. Bei vielen von denen spielten Drogen und kriminelle Aktionen die Hauptrolle, während ich schon versuchte micht irgendwo am Arbeitsmarkt unterzubringen.

Ich war mir nicht zu schade, die dreckigste Arbeit anzunehmen, auch wenn es nur vorübergehend war. Ein paar «Mäuse» mussten her. Diese Menschen dort in dem «Gesellenheim» hatten andere Pläne: Diebstähle und Banküberfälle waren jetzt nur die schweren Fälle, die die jungen Menschen von dort aus begangen. Und dann kamen die Neger – und es kamen sehr viele. Es kamen so viele, dass die Heimleiterin Ute Bock gar kein Zimmer mehr für sie hatte. Kurzerhand wurden sie im Fernsehraum und überall wo es ging einquartiert. Die Anwohner waren hierüber nicht sehr erfreut, denn sie wussten was hier alles so vor sich geht.

Eines Tages wurde von der Polizei die «Operation Spring» durchgeführt. Etliche Festnahmen wegen Drogenbesitz waren die Folge. Die Heimleiterin hatte aber für die Neger größtes Verständnis. Ihre Meinung: «Was hätten sie den sonst machen sollen, wenn nicht Drogen dealen, sie haben doch keinen Zugang zum Arbeitsmarkt!» So kann man es auch sehen. Aber wem verkauft denn dieser Neger die Drogen? Verkauft er sie vielleicht unseren Kindern? Hat dieser Neger Mitschuld an der Drogenabhängigkeit oder sogar am Tod vieler junger Menschen?

Ich stellte mir persönlich auch recht oft die Frage, was in dieser Aussage von Frau Bock wirklich steckt. Wenn ich jetzt ins Ausland flüchten würde und ich keinen Job hätte, würde ich dann Drogen verkaufen? Nein, mit Sicherheit nicht, weil ich so sozial denke und mir bewusst ist, was Drogen anrichten können. Denn dieser Neger, der irgendwo hinter dem letzten Busch zivilisiert wurde, denkt offensichtlich nicht sozial. Es ist ein großer Unterschied ob es ein Neger ist, oder ein hier in Europa aufgewachsener und zivilisierter Farbiger. Diese Erfahrungen machte ich auch später mehrmals.

Jetzt haben wir in Europa die Situation, dass die Nordafrikaner einfallen. In Frankreich, das in der Kolonialzeit im Maghreb höchst aktiv war, ist das nicht Neues. Dass die nordafrikanischen Horden hetzt auch in Deutschland und Österreich bereichern, ist hingegen besorgniserregend. Leider haben diese Menschen aus Nordafrika, irgendwie mehr kriminelle Gene als der biederen Einheimischen. Das ist kein Vorurteil, sondern man müsse einfach nur in die Gefängisse und in die Kriminalstatistiken schauen. Da geht es auch nicht nur um sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht des Jahres 2015/16. Mittlerweilen weiß man auch, dass es in der Silvesternacht 2016/17 in Köln relativ sicher war, aber in vielen deutschen und österreichischen Städten der blanke Horror herrschte, ausgelöst von «jungen, nordafrikanischen Männern», die sich das holen wollen, wovon sie glauben, dass es ihnen zustünde. Und jetzt darf die Polizei die Nordafrikaner gar nicht mehr Nordafrikaner nennen. Hier «bestünde die Gefahr, dass hierdurch diese Personengruppen in der Bevölkerung unter Generalverdacht gestellt werden. Wir regen an, den Hinweis auf die nordafrikanische Herkunft aus der Pressemitteilung zu streichen», war zu lesen.

Die politische Korrektheit treibt immer mehr ihre Blüten. Wie soll man denn Nordafrikaner dann benennen? Halbschwarze? Bei mir bleibt ein Neger ein Neger und ein Nordafrikaner wird immer ein Nordafrikaner bleiben. Nur weil sich die «Zeiten ändern», muss ich mich nicht auch ändern,

meint Ihr,

Andre Eric Keller