19 Frauen sind in der Silvesternacht in Innsbruck sexuell belästigt worden, berichtet die „Tiroler Tageszeitung“. Neun der Betroffenen stammen aus Österreich, sechs aus Südtirol, zwei aus Deutschland, eine aus der Schweiz und eine aus Italien. Die Polizei will nun Flüchtlingsunterkünfte überprüfen.

 

Österreichische Polizei am Wiehnachtsmarkt (Symbolbild)

 

Die Opfer seien meist im dichten Gedränge vor der Bühne am Marktplatz angetanzt und unsittlich berührt worden. Einer der Täter soll einen ausgeschlagenen Zahn gehabt haben, ein weiterer aufgestellte Haare mit blonden Spitzen. Die Ermittler gehen davon aus, es habe sich bei den Übergriffen immer um dieselbe Tätergruppe gehandelt. Unabhängig davon sollen drei Frauen in Innsbrucker Lokalen belästigt worden sein, so die Zeitung.

 

Dabei gebe es weiterhin keine Spur von den Tätern. Man sei aber zuversichtlich, die Männergruppe ermitteln zu können, so Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Unter anderem sollen nun Flüchtlingsunterkünfte überprüft werden. Derzeit gingen die Ordnungskräfte davon aus, dass die Täter eine Gruppe von fünf bis sechs Personen sind, die vermutlich aus dem asiatischen Raum stammen, erläuterte Ermittlungsleiter Ernst Kranebitter.

 

„Aber auch eine andere Abstammung der Männer, beispielsweise aus dem nordafrikanischen Raum, könne nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es sei bereits eine Vielzahl an Verdächtigen überprüft worden, ein konkreter Tatverdacht habe sich bisher jedoch nicht ergeben“, berichtet die „Tiroler Tageszeitung“.

 

Um die Ermittlungen voranzutreiben, sei eine eigene Ermittlungsgruppe, bestehend aus vier Beamten, eingerichtet worden, so Kirchler weiter. Neben der Überprüfung der Flüchtlingsunterkünfte soll nun auch das Videomaterial des Veranstalters ausgewertet werden. Zudem habe die Polizei die Bevölkerung dazu aufgerufen, der Exekutive jegliches Bild- oder Videomaterial zukommen zu lassen. „Wir wären dankbar für alles, was wir bekommen“, sagte Kranebitter.

 

Währenddessen habe der Stadtpolizeikommandant den Einsatz in der Silvesternacht verteidigt. Man habe eine deutliche Aufstockung des Personals vorgenommen. Im Vorjahr seien insgesamt 60 Beamte in Innsbruck im Einsatz gewesen, dieses Jahr wären es rund 90 gewesen. Die Problematik sei aber, dass immer eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben müsse. Dieses Jahr habe es eine Echtzeitvideoüberwachung der Party-Hot-Spots gegeben.

 

Dabei habe Kirchler außerdem einen Appell an alle Betroffenen und Zeugen gerichtet, jegliche Übergriffe umgehend der Polizei zu melden.

 

Einige Internetuser haben den Vorfall in Innsbruck mit den Ereignissen in der Silvesternacht in Köln von 2016 verglichen.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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