Mehrere Tausend Syrer kehren in die zuvor von den bewaffneten Gruppierungen kontrollierten Wohnviertel Ost-Aleppos zurück. Das erklärte der amtierende UN-Nothilfekoordinator für Syrien, Sajjad Malik, am Donnerstag.


Laut Malik sind allein in den vergangenen Tagen rund 2.200 Familien in den Bezirk Hanano in Aleppo gekommen. Auch in andere Wohnviertel kehren die Bewohner zurück.

Vier bis fünf Tage ohne Gewalt hätten zu immensen Wandlungen geführt und lösten Hoffnung auf Frieden aus. Malik konnte aber nicht die genaue Zahl der Zivilisten nennen, die sich zurzeit in Aleppo aufhalten. Vorläufigen Einschätzungen zufolge geht es um rund 1,5 Millionen Menschen. Laut dem UN-Vertreter konnten 1,1 Millionen Menschen in letzter Zeit Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen. In der Stadt seien sieben mobile Lazarette tätig. 10.000 Kinder seien gegen Kinderlähmung geimpft worden. Rund 1000 verletzte Kinder würden im Krankenhaus behandelt. Rund 20.000 Zivilisten würden täglich mit warmem Essen versorgt. Doch Ost-Aleppo liegt Malik zufolge in Ruinen.

In der Stadt seien Soldaten der syrischen Armee stationiert. Obwohl die Kontrollposten noch nicht entfernt wurden, hätten UN-Mitarbeiter Zugang zu allen Wohnvierteln.

Nach erbitterten Gefechten hatte die syrische Armee im Dezember die wichtige Großstadt Aleppo im Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Einen Tag davor war es der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) gelungen, die antike Oasenstadt Palmyra im zentralen Syrien zurückzuerobern.

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