Die Befreiung der syrischen Metropole Aleppo kann den Grundstein für eine friedliche Regelung der Syrien-Krise legen, wie der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Armeegeneral Valeri Gerassimow, am Freitag mitteilte.

„Die Erfolge der syrischen Streitkräfte bei der Befreiung von Aleppo haben die notwendigen Bedingungen für eine friedliche Beilegung des Konflikts geschaffen. Dies bestärkte klar und deutlich die Erzielung einer Waffenstillstandsvereinbarung für ganz Syrien“, so Gerassimow. „Ich bin überzeugt, dass dies den Grundstein für eine politische Regelung des Konflikts legen wird.»

Nach erbitterten Gefechten hatte die syrische Armee im Dezember die wichtige Großstadt Aleppo im Norden des Landesunter ihre Kontrolle gebracht. Einen Tag davor war es der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS — in Russland verboten) jedoch gelungen, die antike Stadt Palmyra im zentralen Syrien wieder zu erobern.

Am 29. Dezember hatten die syrische Regierung und die Opposition ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, das am 30. Dezember 00.00 Uhr in ganz Syrien in Kraft trat. Das Abkommen war unter Vermittlung Russlands, der Türkei und des Iran ausgehandelt worden. Darüber hinaus vereinbarten die Seiten Kontrollmaßnahmen und erklärten sich zu Friedensverhandlungen bereit.

Russland und die Türkei treten als Garanten der Waffenruhe auf. Gruppierungen, die dieses Dokument bisher nicht unterzeichnet haben, „werden als terroristisch eingestuft“; gegen sie sowie gegen Dschabhat Fatah asch-Scham (ehemals Al-Nusra-Front) und den sogenannten Islamischen Staat (IS, auch Daesh) wird weiter vorgegangen