In der syrischen Provinz Hama haben sich zehn Befehlshaber verschiedener bewaffneter Gruppierungen dem Waffenstillstand angeschlossen, wie das russische Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien am Freitag mitteilt. Zur selben Zeit seien 36 Verstöße registriert worden.

 

 

Insgesamt beteiligten sich nun 1091 Ortschaften und 104 bewaffnete Gruppen an dem Friedensprozess. Russische Beobachter hätten 15 Verstöße an einem Tag registriert. Die Türkei meldete weitere 21. Gleichzeitig werde mit weiteren Gruppierungen in der Damaskus-Provinz verhandelt.

Am 29. Dezember hatten die syrische Regierung und die Opposition ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, das am 30. Dezember 00.00 Uhr in ganz Syrien in Kraft trat. Das Abkommen war unter Vermittlung Russlands, der Türkei und des Iran ausgehandelt worden. Darüber hinaus vereinbarten die Seiten Kontrollmaßnahmen und erklärten sich zu Friedensverhandlungen bereit. Russland und die Türkei treten als Garanten der Waffenruhe auf. Gruppierungen, die dieses Dokument bisher nicht unterzeichnet haben, „werden als terroristisch eingestuft“; gegen sie sowie gegen Dschabhat Fatah asch-Scham (ehemals Al-Nusra-Front) und den sogenannten Islamischen Staat (IS, auch Daesh) wird weiter vorgegangen.