Eine Waffenruhe zwischen den syrischen Truppen und den bewaffneten Gruppierungen ist am Samstagmorgen im Tal Wadi Barada westlich von Damaskus in Kraft getreten. Wie der TV-Sender Al-Manar mitteilte, soll es das Abkommen auch ermöglichen, die prekäre Wasserversorgung in der syrischen Hauptstadt wiederherzustellen.

Die Wasserleitungen waren am 24. Dezember 2016 von Kämpfern der Gruppierung Dschebhat Fatah al-Sham (früher  an-Nusra) zerstört worden. Laut einem Brief des syrischen Außenministeriums an den UN-Sicherheitsrat war das Versorgungssystem in die Luft gesprengt und mit Dieselkraftstoff verschmutzt worden.

Nach Angaben des TV-Senders haben die Dschihadisten nun eingewilligt, zuständigen Reparaturbrigaden den Zugang zur Quelle Ain el-Fidschi, einem bedeutenden Wasserbecken, zu gewähren. Das genannte Abkommen sehe auch Verhandlungen zwischen den verfeindeten Seiten über Kapitulationsbedingungen für die illegalen bewaffneten Formationen im Tal Wadi Barada vor.

 

Wie der Gouverneur der Provinz Rif Dimashq, Ala Ibrahim, zuvor erklärt hatte, sind mehrere bewaffnete Formationen bereit, eine lokale Waffenruhe im Tal Wadi Barada zu vereinbaren, die Kampfhandlungen einzustellen und ihre Waffen an die syrische Armee abzugeben. Sie sollen jedoch von der Terrormiliz Dschebhat an-Nusra (Dschebhat Fatah al-Sham), die vom umfassenden Waffenstillstand in Syrien ausgenommen sei, daran gehindert worden sein.

Indes will die syrische Militärführung an die Terroristen keine Zugeständnisse machen. Laut Al-Manar wird erwartet, dass die Verhandlungen über die Entwaffnung der Terror-Kämpfer und deren Abzug aus den Ortschaften im Tal Wadi Barada entsprechend dem Szenario des Abkommens erfolgen werden, das Ende 2016 in Aleppo erzielt worden war. Demnach sollen die Kämpfer und ihre Familien in den Norden der von der Gruppierung kontrollierten Provinz Idlib zurückgeführt werden.

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