Etwas seltsames ist passiert, was normalerweise nicht passiert. Alle US-Flugzeugträgergruppen sind in Ihren Heimathäfen, schreibt das Contra Magazin. «

«Was kommt? Alle US-Flugzeugträger sind in den Heimathäfen – Warum?» — fragt sich der Autor.

Die USS Gerald R. Ford. Bild: US Navy

via Contra Magazin

Eine Carrier Strike Group (CSG; deutsch Flugzeugträgerkampfgruppe) bezeichnet eine Kampfgruppe um einen Flugzeugträger der United States Navy. Es basiert auf einem Flugzeugträger und einem Trägergeschwader mit 65 bis 70 Flugzeugen. Es besteht aus rund 7.500 Militärs, einem Flugzeugträger, mindestens einem Kreuzer, einem Zerstörer-Geschwader mit mindestens zwei Zerstörern und / oder Fregatten. Flugzeugträgerkampfgruppen umfassen gelegentlich auch U-Boote und logistische Trossschiffe zur Versorgung. Flugzeugträgerkampfgruppen umfassen ein Hauptelement der US-Machtprojektion auf den Weltmeeren.

Normalerweise ist immer ein Träger der USA in einer Grundüberholung die 2-3 Jahre dauert. Ein weiterer Träger ist in einer nomalen Überholung, die ein Jahr dauert. Weitere Träger sind in normaler Wartung, was jeweils 4-6 Monate dauert.

Die USA haben aktuell 10,5 Flugzeugträger. Warum 10,5?

Der neueste US-Flugzeugträger, CVN 78 Gerald R Ford, ist ein Pleiten, Pech und Pannen-Träger. Das was die F35 für die Luftwaffe ist, scheint die CVN 78 für die US-Navy zu werden. Der Träger hatte schon während der Bauphase 2 Jahre Verzögerung, wurde also um 2 Jahre zu spät fertig. Als er dann vermeintlich fertig war, also 2016, begannen die Versuchsfahrten der Marine, um den Träger vom Hersteller zu übernehmen und für die Marine zu kommissionieren. Die Desaster setzten sich fort. Eigentlich hätte die Ford im März 2016 in Dienst gestellt werden sollen. Technische Probleme verhinderten dies.

Im Juni 2016 gab es schließlich eine elektrische Explosion im Antriebssystem. Dann weitere Troubles die die Navy kryptisch als «Erstklassige Probleme» bezeichnete. Eines dieser Probleme scheint das AAG (Advanced Arresting Gear) zu sein, das vom Drohnen-Hersteller Gerneral Atomics entwickelt worden war. Sonstige weitere Probleme gibt es auch noch. Kommissionierungsdatum gibt es zwischenzeitlich keines mehr. Wann der Träger von der Navy tatsächlich übernommen wird, steht in den Sternen.

Die «Gerald R. Ford» ist der Übergang zu einer neue Trägerklasse, die eine Verbesserung der alten «Nimitz»- Klasse darstellt. Das Programm für die neue Klasse hat zwischenzeitlich 40 Milliarden Dollar gekostet, wovon die Kosten für die Nimitz 13 Milliarden Dollar ausmachten. Für so einen Preis könnte man ja durchaus eine funktionierende Qualität erwarten. Sehr geehrter Leser, nun wissen Sie, warum dieser Träger nur als halber Träger, also als 0,5 gewertet wird.

Normalerweise sind 3-5 Trägerkampfgruppen irgendwo auf den Weltmeeren präsent. Dass alle Trägergruppen in Ihre Heimathäfen an der US-Ost- und Westküste, sowie nach Japan (forward carrier deployment in Yokosuka / Japan) einberufen wurden, gibt Raum für Spekulationen.

Es liegt was in der Luft – könnte man meinen. Nun, wenn man das meinen würde, dann wäre das eine Verschwörungstheorie. Alles Zufälle, ganz zufällige Zufälle eben. Zufällig wie alles was ganz zufällig als Zufall passiert. Logisch!