Die Selbstisolierung des Westens von Russland ist ein geopolitischer Fehler, wie der Abgeordnete des Europäischen Parlaments und Ex-Außenminister Belgiens, Louis Michel in einem Interview mit dem belgischen Sender RTL sagte.

 

EU-Regenschirme

 

„Ich bin der Meinung, dass die internationale Gemeinschaft – die USA, aber vielleicht auch weniger die USA als die Europäer – dass wir einen ernsthaften Fehler machen, einen geopolitischen Fehler, indem wir uns von Russland isolieren“, so der belgische Politiker. Der Westen sollte Russland vielmehr zu seinem „privilegierten Partner“ machen.

 

«Russland ist ein europäisches Land. Und ich glaube, es wäre wichtig, besondere enge Partnerbeziehungen mit Russland zu haben“, fügte Michel hinzu.

 

Der Beschluss des scheidenden US-Staatschefs Barack Obama, Dutzende russische Diplomaten aus Amerika auszuweisen, sei „die letzte Geste des Präsidenten“ gewesen, sagte Michel, die nur dessen „Laune“ zeige.

 

Das Team des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama hatte am 29. Dezember vergangenen Jahres Sanktionen gegen Russland wegen angeblicher Hackerangriffe auf Computer der Demokratischen Partei der USA verhängt, die die Wahlniederlage von Hillary Clinton zur Folge gehabt haben sollen. Russland bestreitet das.

 

Washington hat außerdem 35 russische Diplomaten als Agenten abgestempelt und des Landes verwiesen.

 

In einem Kommentar zur Entscheidung der USA, die russischen Diplomaten zu unerwünschten Personen zu erklären, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin, Moskau werde keine spiegelbildlichen Maßnahmen treffen und lehne es ab, 35 US-Diplomaten auszuweisen, da man sich nicht auf das Niveau „der Küchendiplomatie“ herablassen wolle.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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