Der vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump auserkorene Außenminister Rex Tillerson setzt sich für einen „offenen und ehrlichen“ Dialog mit Russland ein, wie laut der Zeitung The Washington Post aus dessen Rede für Mittwoch vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats hervorgeht.

Bislang sei die russische Perspektive viel zu wenig beachtet worden, so der US-Außenamtschef  in seiner bevorstehenden ersten öffentlichen Rede: „Wir haben nicht einmal bemerkt, dass Russland nicht so denkt wie wir.“ Nur mit Worten allein könne man, so Tillerson, diese „unebene und manchmal widersprüchliche Geschichte zwischen unseren Nationen“ nicht wegwischen. Dennoch: „Wir brauchen einen offenen und ehrlichen Dialog mit Russland, unabhängig von deren Ambitionen.“

Die USA müssten mit Russland „ in den Bereichen, wo man gemeinsame Interessen hat“,  zusammenarbeiten. Dies betreffe vor allem den Kampf gegen den Terror, schreibt die WP.

Gleichzeitig sollten USA in widersprüchlichen Fällen, die die eigenen Interessen und die ihrer Partner betreffen, auf hartem Kurs bleiben. Russland müsse sich im Klaren darüber sein, „dass wir für unsere Verpflichtungen und die gegenüber unseren Verbündeten haften und dass Russland für seine Taten Verantwortung tragen muss“. Rex Tillerson hatte von Anfang 1998 bis Ende 1999 in Russland gearbeitet, wo ExxonMobil das Projekt Sakhalin-1 betrieb bzw. betreibt. Quellen, die mit ihm persönlich bekannt sind, bezeichnen ihn als „eine der klügsten und härtesten Personen in der globalen Ölbranche“. „Er sieht wie ein typischer Texaner aus, züchtet Pferde und ist ein guter Reiter“, so ein Insider. „Dabei ist er sehr gut gebildet und hat absolut realistische Weltansichten.“

Quelle: Sputnik