Moskau betrachtet die Verstärkung der US-Militärpräsenz in Europa nahe der russischen Grenze als eine Gefahr für die eigene Sicherheit. So kommentierte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Donnerstag die Verlegung von US-Panzern und Panzertechnik nach Polen.

 

Der Moskauer Kreml

 

„Jegliches Land wird den Ausbau der Militärpräsenz eines fremden Staates nahe seiner Grenzen negativ wahrnehmen. Gerade so schätzen wir dies ein“, sagte Peskow.

 

„Das ist ein Vorgehen, das unsere Interessen, unsere Sicherheit gefährdet, zumal es darum geht, dass ein Drittland seine Militärpräsenz in Europa nahe unserer Grenzen verstärkt. Das ist kein europäisches Land“, so Peskow.

 

„Egal ob es 1.000 oder 10.000 (Soldaten – Anm. d. R.) sind – es geht um den Ausbau der Militärpräsenz. Da gibt es nichts hinzuzufügen.“

 

Am Dienstag hatte der Sprecher des polnischen Verteidigungsministeriums, Bartolomej Miščevič, mitgeteilt, in Polen seien bereits nahezu 1.000 Soldaten und erste US-Panzer für das bevorstehende Manöver „Atlantic Resolve“ („Atlantische Entschlossenheit“) eingetroffen. Eine Panzerbrigade solle nach dem Rotationsprinzip bis zum Herbst in Polen bleiben. Insgesamt gehe es dabei um 3.500 Soldaten, 87 Panzer, 18 Haubitzen-Selbstfahrlafetten vom Typ Paladin, mehr als 400 Panzerkraftwagen Humwee und 144 Panzerwagen Bradley.

 

Im Sommer hatte die Nato bei ihrem Gipfel in Warschau beschlossen, vier Kampfbataillone mit jeweils rund 1.000 Soldaten nach Polen und in die baltischen Staaten zu verlegen. Die USA kündigten zudem an, 2017 dauerhaft eine Panzerbrigade mit 4.200 Mann in Osteuropa zu stationieren. Die Panzer dieser Brigade sollen durch Deutschland nach Polen gebracht werden.

 

Russland hat ein derartiges Vorgehen der Nato und der USA stets scharf als Aggression kritisiert.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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