Am 11. Jänner stimmte der Deutsche Bundestag für die Entsendung von Bundeswehr-Soldaten in das Krisengebiet von Mali. Zwischen 650-1000 Soldaten sollen bis Jänner 2018 in Mali dabei. Den größten Teil an Kämpfern dürfte wohl die Luftlande-Brigade 26, die Saarland-Brigade, stellen. Diese durchlaufen ein spezielles Ausbildungsprogramm.

Bundespräsident Joachim Gauck sagte bereits  auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Bayrischen Hof an, dass Deutschland eine neue Außenpolitik anstrebe.  Gauck forderte ein Ende der Zurückhaltung und eine stärkere Rolle Deutschlands in der Welt gefordert. Ausdrücklich schloss er darin militärisches Engagement ein, berichtet die FAZ Ende Januar 2014. Drei Jahre zuvor enthielt sich Deutschland noch vor dem UN-Sicherheitsrat als es darum ging eine Flugverbotszone in Lybien einzusetzen — auch ein anderes Wort für einen illegalen Angriff, wie ihn Frankreich auch tätigte. In Mali frickelte auch Frankreich im Januar 2012 herum und entsendete Anfang Januar Soldaten in die Region. Die politische Krise in Mali startete auch im Jahre 2012 nachdem die Tuareg-Miliz einen Aufstand machte und den Norden des Landes nun kontrolliert.

Nun sollen Deutsche Soldaten sein, die den Kopf für Konflikte hinhalten, die Nachbar Frankreich angerichtet hat. Heute bilden die Deutschen Soldaten unter anderem in Afghanistan Soldaten aus, dessen Einsatz ebenfalls kürzlich verlängert wurde. Hinzu kommen noch 700 Soldaten, die in Litauen im Rahmen der NATO stationiert werden sollen. Die Mission in Mali, über deren Einsatz am 11. Jänner abgestimmt wurde, legitimiert die Entsendung von Bundeswehr-Soldaten nach Mali, insgesamt sollen 12000 Bewaffnete Soldaten, die Bevölkerung Mali vor Aufständischen schützen. Im Regiment der Saarland-Brigade sind ca. 4100 Soldaten stationiert, viele von ihnen haben bereits Kampferfahrung aus Afghanistan gesammelt. Insgesamt stellen die Regimenter 26 und 52 rund 350 Soldaten, die in den Einsatz geschickt werden. «Die Soldaten der Saarland-Brigade durchlaufen dieses Jahr eine Einsatz vorbereitende Ausbildung, um optimal auf den anstehenden Einsatz vorbereitet zu sein», sagte Hauptmann Lehnert der Saarbrücker Zeitung. Das oberere Video zeigt Trainingssequenzen der deutschen Eliteeinheit.

Über die Aufstockung der Einsatzkräfte auf ca. 1000 Soldaten hat das Kabinett bereits beschlossen, der Bundestag muss nur noch zustimmen. Im Rahmen der EU sollen bis Januar 2018 weitere 350 Soldaten folgen, um die UN-Mission zu unterstützen, berichten Deutsche Medien. Es gibt fünf Gründe für den RIA Novosti-Autor Ilja Plechanow, weshalb die Bundeswehr weltweit stärker präsent ist.

Die Enthaltung im Hinblick auf den Krieg in Libyen ist unter anderem einer, weswegen Deutschland als unzuverlässiger Partner angesehen wurde, wenn es um Angriffskriege und Militärschläge des Westens geht. Hinzu kommt noch die terroristische Bedrohung, die durch die Migrationskrise beflügelt wurde. Weiter nennt er die aus westlicher Sicht aufkommende Bedrohung durch Russland, wobei er die baltischen Staaten und die Ukraine-Krise als Beispiele nennt. Schließlich noch die Tatsache, dass Deutschland in Europa immer noch die stärkste Wirtschaftskraft ist und deswegen sich weltweit auch militärisch weiter behaupten muss. Inzwischen wurde durch das Weißbuch der Bundeswehr und durch die Aufstockung des Militärhaushaltes entsprechende finanzielle Ressourcen dafür getätigt.

 

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