Grund dafür seien die jüngsten Äußerungen des Kandidaten für das Amt des US-Außenministers, Rex Tillerson. Bei einer Anhörung im US-Senat hatte Tillerson gesagt, er werde China ein Signal senden, dass Peking der Zugang zu den umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer verwehrt wird.

„Tillerson hätte lieber über die Strategie des Einsatzes nuklearer Kräfte nachdenken sollen, falls er gewillt ist, eine große Atommacht zum Verlassen ihrer Territorien zu zwingen“, schrieb die „Global Times“. „Allem Anschein wollte Tillerson bei der Anhörung nur punkten, um die Chancen für die Billigung seiner Kandidatur durch die Senatoren zu erhöhen.“

Im vergangenen Juli hatte das Internationalen Gericht in Den Haag geurteilt, dass China kein „historisches Recht“ auf die umstrittenen Inseln hat und im Grunde genommen die Rechte der Philippinen verletzt. Seinerseits erklärte Peking, China werde die Beilegung territorialer Streitigkeiten und die Ziehung der Seegrenzen durch dritte Seiten unter keinen Umständen akzeptieren. „Die Streitkräfte Chinas werden die nationale Souveränität sowie das Seerecht und die Interessen des Landes verteidigen“, hieß es.

Im Januar 2013 hatte Manila das Haager Gericht ersucht, die Ansprüche Chinas auf die umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer für nichtig zu erklären. Peking blieb der Verhandlung mit der Begründung fern, dass das Gericht nicht befugt war, territoriale Streitigkeiten beizulegen.

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