Der deutsch-brasilianische Baukonzern Odebrecht muss Strafen und Entschädigungen in Milliardenhöhe bezahlen. Über ein internationales Netzwerk soll er hochrangige Regierungsbeamte in Afrika und Lateinamerika geschmiert haben. Die Spur führt auch in die Politik.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (l-r), Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD), Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kanzleramtsminister Peter Altmaier (beide CDU) unterhalten sich am 22.06.2016 zu Beginn der Kabinettssitzung in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm/dpa | Verwendung weltweit

Das einst von deutschen Einwanderern gegründete brasilianische Großunternehmen Odebrecht hat offenbar zwanzig Jahre lang mithilfe von Offshore-Konten und Briefkastenfirmen in Panama sowie mit Bankkonten in den USA und in der Schweiz ein internationales Geldwäsche-System für Schmiergelder unterhalten.

Es gab demnach sogar eine spezielle Bestechungsabteilung in der Firma. In mehreren Ländern Afrikas und Lateinamerikas wurden dem Unternehmen häufig unter Umgehung von Genehmigungsverfahren riesige Bauprojekte anvertraut. Der Jahresumsatz Odebrechts betrug im Jahr 2015 über 32 Milliarden Euro. Auch die Tochterfirma Braskem, ein globaler Chemieriese, soll Entschädigung bezahlen. Sie hat unter anderem mehrere Niederlassungen in Deutschland.

Quelle: RT Deutsch
Weltweiter Korruptionsskandal: Odebrecht-Konzern muss 3,5 Mrd. Dollar Entschädigung zahlen