In einem Interview für Sputnik erzählt der von Medien als „Vordenker der Pegidabewegung“ gekrönte Publizist und Gründer der Jugendzeitschrift „Blaue Narzisse“ Felix Menzel über sein neues Projekt, in dem „Angsträume“ Deutschlands und ganz Europas recherchiert und auf einer Google-Map festgehalten werden.

 

Screenshot: Einwanderungskritik

 

Man geht nachts durch ein schlecht beleuchtetes Stadtviertel, fühlt sich unbehaglich und dreht sich ständig um – ein Szenario, das man nicht unbedingt nur in TV-Krimis bei ARD und ZDF, sondern auch ganz real erleben kann – so behaupten zumindest Menschen, die Opfer von Angriffen an solchen Orten wurden.

Allein in Berlin sind auf der Karte sechs solcher Plätze markiert, darunter Wedding, wo es laut Rundfunk Berlin-Brandenburg «zu vielen Übergriffen auf Berliner Kurier-Fahrer“ gekommen ist und der DHL Express dort deshalb nicht mehr alles ausliefert, dem Alexanderplatz, der von der Bild-Zeitung zu Berlins Problem-U-Bahnhof Nr. 1 erwählt wurde und auch die U-Bahnstation Cottbusser Tor. Kann man hier aber tatsächlich von einer No-Go-Area oder einem Angstraum sprechen? Seltsamerweise kommen auf die Karte auch Plätze, die nur für einzelne Zwischenfälle bekannt sind, wie zum Beispiel die U-Bahnstation Hermannstraße, wo unlängst eine Frau die Treppe hinuntergetreten wurde.

In dem Begleittext zu der vom Blog des „Blaue-Narzisse“-Redakteurs veröffentlichten Karte heißt es, dass die Grenzen zwischen Parallelgesellschaft, einem „gekippten Stadtteil“ und einer No-Go-Area aber nicht immer zweifelsfrei möglich seien. Schwimmbäder, Parks, Bahnhöfe, Einkaufsläden, Spielplätze, Unterführungen: All dies können laut den Erstellern Orte sein, an die sich die Polizei „nicht mehr ohne Kampfmontur wagt“.

Zu der Karte hat Sputnik vorerst beim Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Rainer Wendt nachgefragt, der zuvor selber vor „polizeifreien“ Zonen gewarnt hatte. Laut Wendt gibt es im Internet jedoch auch sonst „viele obskure Beiträge und Karten“, die man nicht ernst nehmen sollte. Er lebe selber am Alexanderplatz, der auf die Karte geraten sei, und könne nicht bestätigen, dass dies eine No-Go-Area sei. Dabei räumte er ein, dass es tatsächlich „schwierige Gebiete“ in Großstädten gebe, wo sich jedoch Polizisten sehr wohl hineintrauen würden.

„Ich schätze Herrn Wendt sehr. Er ist ein Mann der klaren Worte, aber bei den No-Go-Areas muss er natürlich vorsichtig sein und kann als Polizeigewerkschafter nicht zugeben, mit wie viel Angst einige Beamte in bestimmte Einsätze gehen. Diese Vorsicht ist Wendt den Polizisten schuldig. Dafür habe ich absolutes Verständnis“, behauptet seinerseits Menzel.

Ob der Alexanderplatz eine No-Go-Area sei, habe man in der Redaktion ebenfalls kontrovers diskutiert. Bei vielen Brennpunkten sei aber nicht eindeutig zu sagen, ob dies eine solche Zone sei oder nicht. Zunächst habe hierfür einfach eine verlässliche Quelle gefehlt, weshalb dann auch ein Rechercheprojekt und die Erstellung der Karte gestartet worden sei, erzählt Menzel. Bei der Arbeit mit der Karte werte das Team vor allem Medienberichte aus, sei aber in den vergangenen Tagen auch mit vielen Anwohnern in Kontakt gekommen. Egal, was man von dem Begriff der No-Go-Area halte, seien Zustände in vielen dieser sogenannten Parallelgesellschaften, „gekippten“ Stadtteilen und Kriminalitätsbrennpunkten besorgniserregend. Die Grenze zwischen Parallelgesellschaften und No-Go-Areas verlaufe dort, wo der Otto Normalbürger und Beamte Angst bekämen, einen bestimmten Raum zu betreten.

„Schauen Sie sich mal in Touristenforen um. Da fragen sehr viele Leute nach, wo man sich noch hinwagen kann und wo nicht. Diese Angst ist der beste Beleg für No-Go-Areas“, so Menzel.

Er hoffe selbstverständlich, dass die Polizei entsprechend gestärkt werde, das Problem sei aber nicht allein mit polizeilichen Maßnahmen zu lösen.

„Alle kriminellen, illegalen und integrationsunwilligen Ausländer müssen vielmehr konsequent abgeschoben werden — und zwar flott, weil sie uns jedes Jahr mehrere Milliarden Euro kosten und die Innere Sicherheit bedrohen“, betont der Publizist. Die No-Go-Areas können laut Menzel dort entstehen, wo schon seit vielen Jahren bis Jahrzehnte eine große Anzahl von Ausländern lebe, die durch den Zuzug von Migranten vergrößert werde. Die aktuelle Migrationswelle würde die Situation an diesen Orten nur verschärfen, sei jedoch grundsätzlich kein Auslöser. „Asylbewerber werden bekanntlich gleichmäßig über alle Bundesländer verteilt. Deshalb gibt es auch keinen Zusammenhang zwischen Asylheimen und No-Go-Areas. In den neuen Bundesländern gibt es inzwischen auch sehr viele Asylheime. No-Go-Areas können sich hier aber nicht etablieren“, so der Publizist. Dennoch sei die Kriminalität in den Asylheimen ein großes Problem, das bis zum heutigen Tage nicht ansatzweise gelöst werden habe können.

„Die ersten Opfer der ausländischen Gewalttäter sind die Frauen und Schwachen in den Heimen selbst. Aber auch die Auswirkungen auf die Umgebung sind natürlich vielerorts desaströs. In Chemnitz-Ebersdorf steht die zentrale Asyl-Erstaufnahme für Sachsen. Dies hat den ganzen Stadtteil heruntergezogen und selbst in Sachsen kann man Parallelstrukturen beobachten, die zerschlagen werden müssten.“

Ob diese Orte (wie es bei salafistischen Moscheen oft der Fall ist) bei der Radikalisierung von Muslimen bzw. Flüchtlingen eine Rolle spielen, sei weder eindeutig mit Ja noch mit Nein zu beantworten. „Es gibt sicherlich viel zu viele Moscheen, die radikalisieren, statt zur Deeskalation beizutragen. Weltweit können wir leider beobachten, dass Muslime Christen verfolgen und dem Westen nicht sehr positiv gegenüberstehen. Mir geht es aber keinesfalls darum, Muslime zu ändern. Sie haben ein Recht auf ihre Kultur. Aber eben nicht in Deutschland, wo Integration gefragt wäre, sondern in ihrer Heimat“, beteuert er.

Grundsätzlich entstehe immer dort Gewalt, wo viele überschüssige, junge Männer leben würden, wie es der Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe Gunnar Heinsohn in seinem Werk «Söhne und Weltmacht» nachgewiesen habe.

„Diese überschüssigen jungen Männer (Youth Bulges) haben wir nun importiert und mit ihnen ihre Gewalt. Diese Männer werden immer einen Grund finden, um sie anzuwenden. Das ist leider so. Bekämpfen sollten wir folglich nicht den Islam, sondern die Überbevölkerung“, betont Menzel. Mäßige Migrationsbewegungen würden in der Regel zur gegenseitigen Kulturbereicherung führen, wobei aber die heutige Massenmigration dagegen überhaupt nichts mehr mit einer kulturellen Bereicherung zu tun habe, sondern eher die deutsche Kultur zerstören und die Zustände in den Herkunftsländern verschlimmern würde:

Grundsätzlich entstehe immer dort Gewalt, wo viele überschüssige, junge Männer leben würden, wie es der Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe Gunnar Heinsohn in seinem Werk «Söhne und Weltmacht» nachgewiesen habe.

„Diese überschüssigen jungen Männer (Youth Bulges) haben wir nun importiert und mit ihnen ihre Gewalt. Diese Männer werden immer einen Grund finden, um sie anzuwenden. Das ist leider so. Bekämpfen sollten wir folglich nicht den Islam, sondern die Überbevölkerung“, betont Menzel. Mäßige Migrationsbewegungen würden in der Regel zur gegenseitigen Kulturbereicherung führen, wobei aber die heutige Massenmigration dagegen überhaupt nichts mehr mit einer kulturellen Bereicherung zu tun habe, sondern eher die deutsche Kultur zerstören und die Zustände in den Herkunftsländern verschlimmern würde:

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