Die Ukraine habe unter Berufung auf das Wiener Dokument der OSZE von 2011 über vertrauensbildende Maßnahmen um eine Inspektion im an die ukrainische Kriegsregion Donbass grenzende Gebiet Rostow gebeten, bestätigte Sergej Ryschkow, Leiter des russischen Zentrums für Verringerung der Atomgefahr, am Samstag. Russland habe zugestimmt.

 

Die ukrainische Regierung, die im Osten des Landes seit drei Jahren eine militärische Operation gegen Regimegegner durchführt, beschuldigt Russland, die bewaffneten Milizen zu unterstützen und eigene Truppen im Grenzgebiet zu konzentrieren.


Ukrainische Militärs dürfen nun vom 16. bis 19. Januar russische Truppenteile im Gebiet Rostow inspizieren.
Moskau weist diese Vorwürfe zurück. Dennoch sprechen Machthaber in Kiew immer wieder Drohungen gegen Russland aus. Im November hatte Juri Birjukow, Berater von Staatschef Petro Poroschenko, der russischen Marine mit einer „todbringenden Horror-Rakete“ gedroht.

Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9500 Menschen ums Leben gekommen. Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe. Sie wird jedoch immer wieder verletzt.