Ungarn setzt weiter auf einen aktiven Schutz seiner Landesgrenzen. Zu diesem Zweck wurde jetzt die erste Grenzjäger-Einheit offiziell aufgestellt.

 

Quelle: Zuerst!

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán begründete die Maßnahme bei dieser Gelegenheit mit dem anhaltenden massiven Druck auf die ungarischen Grenzen und den sicherheitsrelevanten Aufgaben, die die Grenzjäger wahrzunehmen hätten.

Orbán ließ es in seiner Rede auch nicht an Kritik an der EU fehlen und macht die Untätigkeit Brüssels mitverantwortlich dafür, daß Budapest nun seinen Grenzschutz selbst organisieren müsse. Orbán wörtlich: „Da wir von außerhalb, von Brüssel, keine Lösung erwarten können, müssen wir uns selbst verteidigen.” Andererseits sei Ungarn aufgrund der „intensiven Arbeit des ungarischen Militärs und der ungarischen Polizei“ nun eines der sichersten Länder der Europäischen Union: „Bei uns gibt es keinen Terrorismus, keine Massenvergewaltigungen, und man fährt auch nicht mit Lkws durch feiernde Menschen.“

Europa hätte gut daran getan, sagte Orbán weiter, die ungarischen Lösungen nicht zu kritisieren, denn sie erwiesen sich als nützlich und effizient, und sie wurden seither auch von mehreren Ländern übernommen. „Wir haben es vorgemacht und den Beweis angetreten, daß die Einwanderung gestoppt werden kann!”

Die neuen Grenzjäger stünden in einer 500jährigen Tradition des nationalen Grenzschutzes, führte Orbán aus – Europa als Ganzes profitiere davon. „Uns selbst und Europa zu schützen, das wurde im Laufe der Jahrhunderte das Schicksal der ungarischen Nation.“

Im August hatte die Regierung zunächst 3000 Stellen im Grenzschutz genehmigt. Die landesweite Rekrutierung begann am 1. September.

 

 

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