Russische Einrichtungen werden laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow tagtäglich von Hackern angegriffen. Obwohl die Spuren öfters nach Europa und in die USA führen, sieht Moskau – anders als die westlichen Staaten – von beweislosen Anschuldigungen ab.

Sicherheitsratssekretär Nikolai Patruschew hatte am Sonntag mitgeteilt, dass die russischen Datensysteme immer häufiger aus dem Ausland attackiert würden. Dabei würden die globalen Internetanbieter und Dienste benutzt.

„Cyber-Attacken auf unsere Informationssysteme, Medien, Finanzorganisationen und Banken hat es schon immer gegeben“, bestätigte Peskow am Montag. Allein die Webpräsenz von Staatspräsident Wladimir Putin werde manchmal 1000 Mal am Tag attackiert. „Die Spuren, denen unsere zuständigen Behörden nachgehen, führen in europäische Staaten, in die USA, nach Kanada, nach China und nach Indien.“ Manche Angriffe seien derart intensiv und massiv, dass es keine Zweifel gäbe, dass keine unabhängigen Hackergruppen geschweige denn Einzelgänger dazu fähig seien. Dennoch habe Russland nie Vorwürfe gegen Regierungen dieser Länder erhoben. „Das wäre nämlich unvernünftig und lächerlich.“