In ihrer Grundsatzrede hat die britische Premierministerin Theresa May am Dienstag eine klare Trennung ihres Landes von der EU angekündigt. Großbritannien wolle weder eine Teil-Mitgliedschaft noch eine assoziierte Mitgliedschaft in der Union, betonte die Politikerin.

 

Demnach strebe London „nicht nach einem Modell, das andere Länder schon genießen“. „Wir streben nicht danach, an Häppchen der Mitgliedschaft festzuhalten, wenn wir gehen“, so May.

Unter anderem sehe die Regierungschefin ihr Land auf dem Weg in eine „lichtere Zukunft“. Großbritannien solle ein „Magnet für internationale Talente“ werden und eine „globale Handelsmacht“ bleiben. Zugleich wolle May den Staat aus dem europäischen Binnenmarkt führen. „Wir streben keine Mitgliedschaft im Binnenmarkt an“, erklärte sie. Stattdessen wolle sie einen umfassenden Freihandelsvertrag mit Brüssel schließen. Auch der Zollunion in ihrer bisherigen Form wolle London nicht mehr angehören.

Dabei betonte die Politikerin, es liege nicht im Interesse des Landes, dass die EU auseinanderbricht. Die Entscheidung für den Brexit sei nicht darauf gerichtet, der Union zu schaden.

Dennoch kündigte die Premierministerin an, das britische Parlament über den Brexit abstimmen zu lassen. Sie werde das Ergebnis der Austrittsverhandlungen mit der EU in beiden Kammern zur Abstimmung stellen.   Die zukünftigen Generationen der Briten würden die aktuelle Regierung nach der Umsetzung des Brexit beurteilen, fügte May hinzu: „Wenn die zukünftigen Generationen zurückschauen werden, werden sie uns nicht nur nach unserer Entscheidung beurteilen, sondern auch an der Umsetzung dieser Entscheidung. Sie werden sehen, dass wir für sie ein besseres Großbritannien gebaut haben.“   Am 23. Juni 2016 hatten 51,9 Prozent der britischen Wähler bei einem Referendum für den EU-Austritt des Landes gestimmt.

Quelle: Sputnik

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