Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat mehrere europäische Spitzenpolitiker beschuldigt, sich in den US-Wahlkampf auf der Seite von Hillary Clinton eingemischt zu haben.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz in Moskau am Mittwoch wurde Lawrow auch auf die andauernden westlichen Einmischungs-Vorwürfe gegen Russland angesprochen. Lawrow kommentierte, dass sich wohl diejenigen, die diese Vorwürfe erheben, sich selbst «auf aktivste Weise» in den Wahlkampf eingemischt hätten.

Eine ganze Reihe von Verbündeten der USA hätten sich den US-Wahlkampf eingemischt, so Lawrow. So hätten beispielsweise die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Francois Hollande sowie die neue britische Premierministerin Theresa May direkt für Trumps Demokraten-Rivalin Hillary Clinton geworben. «Dabei schämten sich einige Kollegen nicht einmal, Donald Trump zu dämonisieren: Mein deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier etwa bezeichnete Trump — wenn ich mich richtig erinnere — als Hassprediger.“ Russland hingegen halte sich aus Amerikas inneren Angelegenheiten heraus und habe immer seine Bereitschaft erklärt, mit jedem beliebigen Präsidenten zusammenarbeiten, so Lawrow. Die Einmischungs-Vorwürfe gegen Russland seien haltlos und verleumderisch. „Wir haben dieses Thema wirklich schon satt.“

 

 

Quelle: Sputnik