Die Bewohner der russischen Schwarzmeerhalbinsel Krim laden die Chefin des französischen Front National und Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen zu sich ein, wie der Vizepremier der Krim-Regierung, Georgi Muradow, am Mittwoch mitteilte.

„Die Krim-Bewohner würden sich zweifellos über ihren Besuch freuen. Wir freuen uns alle über Politiker, die sich positiv über unsere Republik äußern“, so Muradow. „Die Krim dient als stimulierender Faktor für die Umgestaltung der internationalen Situation. Immer mehr rational denkende und realistische Politiker sehen in Entscheidung, die Krim als untrennbaren Teil Russlands anzuerkennen, eine Lösung“, sagte der Beamte.

Der Standpunkt Le Pens wird Muradow zufolge bald in der gesamten Weltpolitik überwiegen. Die französische Konservative hatte das Referendum über den Beitritt der Krim zum Staatsverband Russlands als legitim eingestuft und sich wiederholt für die Abschaffung der „sinnlosen und dummen“ Anti-Russland-Sanktionen ausgesprochen.

Im April 2017 finden in Frankreich Präsidentschaftswahlen statt. Sollte eine zweite Runde nötig sein, werden die Wähler im Mai aufgefordert, ihre Stimme erneut abzugeben. Als Le Pens Rivale gilt Ex-Regierungschef Francois Fillon. Von der Regierungspartei kandidiert Ex-Premier Manuel Valls.

Nach dem nationalistischen Umsturz in Kiew im Februar 2014 hatten sich die Bewohner der Krim bei einem Referendum für die Eingliederung der Halbinsel in den Bestand Russlands ausgesprochen. Moskau befürwortete dies. Der Westen und ebenso die Ukraine haben dieses Referendum und die Aufnahme der Krim in den Bestand Russlands nicht anerkannt, was die Beziehungen seitdem stark belastet.

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