Der US-Präsident Barack Obama hat das Strafmaß für die Informantin der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Chelsea Manning, reduziert, so dass sie aus dem Gefängnis am 17. Mai 2017 entlassen wird. Ihr Anwalt hatte im November 2016 die formelle Bitte um einen Erlass der verbleibenden Haftstrafe eingereicht, danach gelang die ehemalige Angehörige der US-Streitkräfte und IT-Spezialistin auf die „Short List“ der Personen, die auf Begnadigung des abtretenden US-Präsidenten Barack Obama hoffen können.
This December 9, 2010 photo shows a screensaver from the whistleblower website Wikileaks. After taking down the websites of Visa, Mastercard and others, supporters of WikiLeaks threatened Thursday to knock Amazon.com offline. «Anonymous,» the loose-knit group of hackers behind the cyber attacks, announced an assault on the Amazon website for 11:00 am (1600 GMT) as part of what they are calling «Operation Payback.» AFP PHOTO/Karen BLEIER

Die ehemalige Angehörige der US-Streitkräfte und IT-Spezialistin wurde 2013 wegen Geheimnisverrats zu einer Gefängnisstrafe von 35 Jahren verurteilt. Sie hatte als geheim klassifiziertes Material an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergeleitet. Manning wurde während des Gerichtsverfahrens 2013 in 19 von 21 Anklagepunkten für schuldig befunden. Sie legte ein Teilgeständnis ab und entschuldigte sich öffentlich für ihre Taten.


 

Das Strafmaß von 35 Jahren war das mit Abstand höchste, das je für einen Whistleblower verhängte wurde. Im Dezember 2016 unterzeichneten in den USA mehr als 100.000 Menschen eine Petition, die eine Verkürzung der Strafe forderte.