Die US-Behörden haben aus Sicht des Milliardärs Wilbur Louis Ross, der von dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump als Handelsminister nominiert wurde, die falsche Entscheidung getroffen, als sie die Kontrolle über das Internet an die Weltgemeinschaft übergaben. Das solle nun geändert werden.

„Für mich ist das eine falsche Entscheidung. Für mich stellt sich die Frage, was wir nun machen müssen, um uns damit auseinanderzusetzen“, so Ross bei den Anhörungen im US-Senat. „Sollte eine reale Entscheidung vorgeschlagen werden, würde ich diese gern behandeln.“

Damit reagierte er auf die Äußerung des Senators aus dem Bundesstaat Texas, Ted Cruz, der sich besondere Sorgen darüber mache, dass Russland, China und der Iran an der Kontrolle übers Internet teilhaben würden.
Die Gültigkeitsdauer des Vertrags zwischen dem US-Handelsministerium und der amerikanischen Non-Profit-Organisation „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers» (ICANN), die die Vergabe einmaliger Namen und Adressen im Internet koordiniert, lief am 1. Oktober 2016 aus. Die Leitungsfunktion über die IP-Adressen ging vollständig an die Organisation ICANN. Washington übergab damit die Kontrolle übers Netz der Weltgemeinschaft. Das Modell der Internetleitung sieht nun vor, dass sie unter Teilnahme aller interessierter Seiten aus verschiedenen Länder der Welt erfolgt.