Russland kann ohne die USA die Probleme in der Welt nicht lösen, wie der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, in einem BBC-Interview sagte. Einen Auszug daraus veröffentlichte der TV-Sender am Freitag auf seiner Webseite.

 

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Grundlegende Veränderungen in den Beziehungen zwischen den USA und Russland erwartet Peskow eigenen Aussagen zufolge allerdings nicht. Bislang könne man in Russland daran „leider nicht glauben“.

 

„Alles, was wir können, ist, Hoffnung zu bekunden. Wir wollen gute Beziehungen zu Amerika. Wir meinen, dass wir unzählige Probleme in dieser Welt und in den Regionen, die unser Land bedrohen, ohne Zusammenarbeit mit den Amerikanern nicht bewältigen können“, so der Kremlsprecher.

 

Peskow betonte, dass die Herangehensweise des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, der am 20. Januar offiziell sein Amt antrete, bislang noch nicht klar sei. „Deshalb brauchen wir gute Beziehungen zu Washington, aber, wie es so schön heißt: Einen Tango tanzt man zu zweit. Welcher Art die Herangehensweise des Präsidenten Trump sein wird, ist eine große Frage“, fuhr er fort.

 

Der BBC-Moderator erinnerte daran, dass manche Peskow verdächtigen würden, während des US-Wahlkampfes im Jahr 2016 die Cyberangriffe auf amerikanische Regierungsserver organisiert zu haben. Dieser entgegnete, diese Beschuldigungen seien für ihn „eine große Ehre“. „Aber ich bin in dieser Cybersphäre nicht so gut. Also ist das die Unwahrheit“, resümierte er.

 

Russland wehre derweil täglich Tausende Hacker-Attacken aus westlichen Staaten auf russische Server unterschiedlicher Organisationen und Institutionen ab. Aber Moskau gehe nie davon aus, so Peskow, dass alle aus den USA, Großbritannien oder Deutschland kommenden Hack-Angriffe „etwas mit den Regierungen zu tun haben“. Allerdings gebe es durchaus „Beweise“ dafür, dass hinter einigen „sehr aggressiven Attacken“ auf russische Banken und die Webpräsenz von Staatspräsidenten Wladimir Putin „bestimmte Sicherheitsdienste aus dem Ausland“ stehen.

 

Früher hatte Peskow gegenüber dem US-Fernsehsender NBС bestätigt, Putins Webpräsenz werde manchmal bis zu tausendmal pro Tag attackiert. Dennoch habe Moskau nie daraus geschlossen, dass der nun scheidende US-Präsident Obama diese Cyber-Angriffe „dirigierte“ oder das Weiße Haus „dafür verantwortlich war“.

 

Russlands Staatschef Dmitri Medwedew hatte zuvor via Facebook geschrieben, die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und den USA hätten den tiefsten Punkt der letzten Jahrzehnte erreicht. Die Arbeitsergebnisse der Barack Obama-Regierung bezeichnete er als „äußerst widersprüchlich“.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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