Die Iskander-Raketen bleiben in der russischen Exklave Kaliningrad, bis die Situation um die in Europa stationierten Nato-Raketen geklärt ist. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow im Gespräch mit BBC.

„Es ist nicht möglich, diese Raketen einfach aus Kaliningrad abzuziehen, ohne zu wissen, ob die Pläne zur Einrichtung eines Raketenabwehrkomplexes auf dem europäischen Kontinent aufgegeben werden“, sagte Peskow.

 

Polnische Politiker hatten zuvor im Zusammenhang mit der Stationierung von Waffen in Kaliningrad wiederholt von einer angeblichen „russischen Bedrohung“ gesprochen. US-Außenamtssprecher John Kirby hatte am 22.November vergangenen Jahres erklärt, die USA betrachteten die Stationierung der Iskander-Raketen bei Kaliningrad als Bedrohung für die europäische Sicherheit. Daraufhin hieß es im russischen Verteidigungsministerium, die Bedrohung gehe nicht von Russland aus, sondern hänge mit der Versorgung Europas mit „nicht aus Europa stammenden“ Waffen und Militärs zusammen.

In Moskau hat man mehrmals betont, dass Russland nicht vorhabe, einen Nato-Staat zu überfallen. Der russische Außenminister Sergej Laworow sagte, Anlass für die Stationierung der Iskander-Raketenkomplexe in der russischen Exklave Kaliningrad seien die vorherigen destruktiven Schritte der Nato. Die USA und das nordatlantische Bündnis würden ganz bewusst Spannungen im Verhältnis zu Moskau schüren. Lawrow verwies dabei auf die „beispiellose Verstärkung des Militärpotenzials seit Ende des Kalten Krieges“.

 

Sputnik

 

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