Bei der Berliner Politkaste geht die Angst vor sogenannten Meinungsrobotern um. Die Meinungsroboter der etablierten Medien scheinen jedoch kein Problem zu sein. Das Internet wirkt sich immer stärker auf die Wahlkämpfe und die Politik aus. 

Das Internet wirkt sich immer stärker auf die Wahlkämpfe und die Politik aus. Weil dies auch die lange geltende Deutungshoheit der etablierten Medien unterminiert, hat das Establishment bereits den alternativen Medien wegen angeblicher «Fake News» den Krieg angesagt.

Nun jedoch geraten sogenannte «Social Bots» ins Visier der etablierten Politik. Laut einer Bundestags-Studie, über die die Funke-Zeitungen berichten, sollen diese «Meinungsroboter» dazu beitragen können, die politische Debattenkultur zu «vergiften» und bei knappen Mehrheiten auch Wahlergebnisse zu beeinflussen. Manipulation und Beeinflussung politischer Debatten könnten zu einer Gefahr für die innere Sicherheit werden, zitiert die Studie sogenannte Experten.

«Extremmeinungen können betont, gemäßigte Meinungen marginalisiert werden.» Die Gesellschaft könne zudem in Krisenzeiten destabilisiert und verunsichert, warnen die Wissenschaftler demnach. «Es besteht die realistische Gefahr, dass in akuten Krisensituationen gezielt Verwirrung gestiftet wird. Insbesondere terroristische Gruppierungen wären in der Lage, dieses Potenzial auszunutzen.» Daneben scheine auch die langfristige Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Sinne einer hybriden Kriegsführung ein Gefahrenpotenzial darzustellen.

Quelle: Contra Magazin
Bundestag: „Meinungsroboter“ sollen politische Debattenkultur „vergiften“