In der westlichen Kulturszene hat man offenbar großes Verständnis für Kinderschänder. Ist die Kinderschändung zwischenzeitlich zum integralen Bestandteil des Kulturbetriebes geworden? Eine Frage die gestellt werden muss!


Von Viribus Unitis

Kindesmissbrauch wird in Europa in Kreisen der «Künstler und Intellektuellen» durchaus nicht negativ bewertet, wie der Fall des polnischen Regisseurs Roman Polanski zeigt. Er wird im Kreise der «Künstler und Intellektuellen» in Europa nach wie vor hoch geehrt. Er soll in diesem Jahr, also 2017, der Zeremonie des französischen César-Filmpreises vorstehen.

Die US-Justiz ist Polanski seit Jahrzehnten wegen Sex mit einer 13-Jährigen auf den Fersen. Der Regisseur war damals aus dem Land geflohen und lebt seitdem in Europa. Die US-Justiz sucht Polanski mit US- Haftbefehl,  der 2005 zu einem internationalem Haftbefehl ausgeweitet wurde. Im März 2003 erhielt der Regisseur für «Der Pianist» einen Oscar. Polanski nimmt die Ehrung nicht persönlich entgegen, aus Angst vor einer Verhaftung.

Am 26. September 2009 wurde Roman Polanski, der seit 2005 via internationalen Haftbefehl gesucht wird, in der Schweiz verhaftet. Für eine Tat, die er im März 1977 in Los Angeles begangen hatte: die Vergewaltigung eines Kindes. Verantwortlich zeichnete die Schweizer Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Zwei Tage später kritisiert die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey die Verhaftung als «Mangel an Feingefühl».

Es heißt, die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton würde eingeschaltet. Solidarität mit dem Täter erklärte damals auch Frederic Mitterand, Sarkozys Kulturminister und Neffe des verstorbenen Präsidenten Francoise Mitterand.

Die Welt des Films und Feuilletons ließ sofort «Free Polanski»-Petitionen kursieren. Es unterschrieben viele, die Rang und Namen haben.

Berühmte Frauen, wie Isabelle Adjani, Isabelle Huppert, Jeanne Moreau, Tilda Swinton, Nadine Trintignant, etc. Diese Frauen haben nicht etwa Mitleid mit der damals 13-jährigen Samantha Gailey, sondern bekunden Solidarität mit Polanski. Manche Frauen haben eigene Wertigkeiten was Vergewaltigungen betrifft – so scheint es.

Berühmte Männer wie Fatih Akin, Bernardo Bertolucci, die Brüder Cohen, Claude Lanzmann, Claude Lelouch, Michel Piccoli, Salman Rushdie, Martin Scorsese, Tom Tykwer, Wim Wenders etc. unterschreiben auch. Und Woody Allen.

Woody Allen ist ein allseits mit Solidarität überschütteter «Künstler und Intellektueller». Er ist der Woody Allen, dem vom New Yorker Gericht wegen Missbrauch der Umgang mit der eigenen Tochter untersagt wurde. Und der seine jetzige Ehefrau, ein Adoptivkind seiner Ex-Ehefrau Mia Farrow, im Alter von elf Jahren «kennenlernte» und kurz darauf aufflog – durch Pornobilder von der Minderjährigen. Er hat auch unterschrieben – sollte das wundern?

Die links-liberalen Medien waren überwiegend mitfühlend – mit dem Polanski, nicht dem Opfer! „Irgendwann muss Schluss sein!“ so Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung. Prantl, selbst Jurist, teilt mit: «Ein internationaler Haftbefehl ist kein Freibrief für jedwede Verhaftung.»

 

 

Und die Solidarität, mit Polanski geht weiter. In Deutschland veröffentlichten die PräsidentInnen der Deutschen Filmakademie Senta Berger und Günter Rohrbach eine Stellungnahme: «Mit Empörung hat die deutsche Filmakademie die Verhaftung Roman Polanskis durch die Schweizer Behörde zur Kenntnis genommen», erklärten. Eine Erklärung, die bis Dato nicht zurück genommen wurde.

Senta Berger hat nicht etwa Mitleid mit der damals 13jährigen Samantha Gailey, sondern bekundet Solidarität mit Polanski.

Manche Frauen haben eigene Wertigkeiten was Vergewaltigungen betrifft – so scheint es. Senta Berger ist in guter Gesellschaft. Isabelle Adjani, Isabelle Huppert, Jeanne Moreau, Tilda Swinton, Nadine Trintignant, etc. – Frauensolidarität für Männer-Vergnügen!

Polanski ist nach wie vor in Freiheit. Er soll in diesem Jahr, also 2017, der Zeremonie des französischen César-Filmpreises vorstehen. Er ist frei und glücklich – auch sexuell.

Kinderschändung – ein integraler Bestandteil der westlichen Kulturszene?

Quelle: Contra Magazin