Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, hat die angeblichen Pläne der neuen US-Administration zur Aufhebung der antirussischen Sanktionen kommentiert.

„Darüber ist nichts bekannt. Soweit ich das verstehe, sind die Informationen (die in den Medien verbreitet werden – Anm. d. Red.) anonymisiert. Ich weiß nicht, wie sehr sie der Realität entsprechen“, so Peskow.

Zuvor hatten US-Medien unter Verweis auf inoffizielle Quellen berichtet, dass die Administration des neuen US-Präsidenten, Donald Trump, bereits ein Dekret zu einem Sanktionsabbau vorbereite. Laut Susan Glasser vom Magazin „Politico“ sieht der noch nicht unterzeichnete Erlass eine einseitige Aufhebung der Russland-Sanktionen vor.
Donald Trump ist seit dem 20. Januar der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Schon im Wahlkampf hatte er versprochen, die Beziehungen zu Russland wieder zu verbessern.

Diese Beziehungen hatten nach dem nationalistisch geprägten Umsturz in der Ukraine vom Februar 2014 einen Tiefpunkt erreicht. Anders als die USA und deren europäischen Verbündeten hat Russland den dubiosen Machtwechsel in Kiew nicht anerkannt. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und – auf ihr Drängen hin – die EU in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland verhängt hatten.