Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, der in den letzten Monaten immer wieder wegen seiner rigiden Anti-Drogen-Krieges in die Schlagzeilen gelangt, hat jetzt nach den Drogendealern einen neuen Feind ausgemacht: die Katholische Kirche. Er bezeichnete die Katholische Kirche jetzt als  korrupt, „voller Scheiße” und als Hort des sexuellen Mißbrauchs.

Duterte sprach zu den Familien von Sondereinsatzkräften, die 2015 in Mamasapano beim Einsatz gegen islamistische Terroristen starben. Bei dieser Gelegenheit empfahl der Präsident seinen Zuhörern, das Buch „Altar of Secrets” von Aries Rufo zu lesen, um die Wahrheit über Kirchenbeamte zu erfahren. Er stellte sogar seinen Rücktritt in Aussicht, sollten sich seine Behauptungen als unwahr herausstellen, und fügte hinzu, er werde möglicherweise ein eigenes Buch über die Kirche mit dem Titel „Hypocrisy” („Heuchelei“) schreiben.

Für Aufsehen sorgte Duterte bei dieser Gelegenheit auch mit der Eröffnung, er sei als Student der Universität Ateneo de Davao von einem Priester sexuell mißbraucht worden. Drei Kabinettssekretäre seien ebenfalls belästigt worden.

Während seiner Rede verteidigte Duterte auch sein hartes Vorgehen gegen Drogendealer. Dabei sollen seit seinem Amtsantritt im Mai 2016 bereits bis zu 7.000 Verbrecher liquidiert worden sein.

Quelle: Zuerst!