Gut eine Woche nach Donald Trumps Amtsantritt als US-Präsident beginnt nun der EU ein neuer Wind aus Washington ins Gesicht zu blasen. Es gibt erste Anzeichen für eine veränderte Atmosphäre in den transatlantischen Beziehungen, schreibt das Magazin Zuerst! auf seiner Seite.

 

Eines davon heißt Ted Malloch. Der Wirtschaftsprofessor gilt als EU-Kritiker und wird als Anwärter auf den Posten des künftigen US-Botschafters bei der EU gehandelt.

In einem BBC-Interview sprach Malloch letzte Woche schon einmal Klartext. Auf die Frage, warum er Botschafter in Brüssel werden sollte, gab er zur Antwort, er habe bereits geholfen, die Sowjetunion zum Zusammenbruch zu führen, und: „Vielleicht gibt es jetzt eine andere Union, die etwas Zähmung braucht.“ Tags zuvor hatte er bereits dem Euro in den kommenden 18 Monaten den Zusammenbruch prophezeit.

Bei den Angesprochenen reagiert man gereizt. Der SPD-Europapolitiker Jo Leinen wurde von Medien mit der Forderung zitiert, Malloch die Akkreditierung zu verweigern. Leinen wörtlich: „Wir brauchen jetzt keinen Quertreiber, der vom Ende des Euro träumt und davon, die EU zu zähmen und niederzuringen.“ Und weiter: „Ted Mallochs Äußerungen zeigen, daß er für diesen Job ungeeignet ist.“

Leinen regte an, der Auswärtige Dienst der EU, der bei solchen Personalien grünes Licht geben muß, könnte sich Mallochs Akkreditierung widersetzen. Außerdem habe jedes der 28 EU-Länder „ein Veto“, das zur Ablehnung führen könne.

 

Quelle: Zuerst!