Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat sich im Netz über die Beobachter der OSZE lustig gemacht. Diese hatten auf das Auftauchen ukrainischer Panzer in der Donbass-Ortschaft Awdijiwka nicht reagiert – dort, wo die schweren Kriegsmaschinen laut den Minsk-Abkommen eigentlich nicht sein dürfen.

Ein BBC-Korrespondent hatte am Mittwoch zwei ukrainische Kampfpanzer mitten in einem Wohnviertel in Awdijiwka gefilmt. Diese Kleinstadt ist seit Tagen zwischen der Regierungsarmee und Milizen der nicht anerkannten Donezker Volksrepublik umkämpft.

Am Donnerstag teilte Sacharowa auf Facebook ein Foto, das neben den ukrainischen Kampfpanzern in Awdijiwka zwei abgestellte Geländewagen der OSZE-Beobachter zeigt.

​„Es gibt eine solche Arbeit, Panzer zu übersehen“, kommentierte die russische Außenamtssprecherin.

Einer der OSZE-Wagen ist auch auf dem vom BBC-Reporter Tom Burridge veröffentlichten Video zu erkennen. Sacharowa dazu: „Allem Anschein nach störte sich der westliche Journalist nicht daran, dass Panzer und die anderen schweren Waffen laut den Minsk-Abkommen – unter OSZE-Kontrolle — von der Frontlinie hätten abgezogen werden müssen.“

Die OSZE hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass beide Konfliktparteien versprochen hätten, die schwere Kampftechnik bis zum 5. Februar von der Frontlinie wieder abzuziehen.

In den vergangenen Tagen sind die Kämpfe in der Ost-Ukraine wieder aufgeflammt. Es soll Dutzende Tote gegeben haben. Beide Seiten – die Regierungsarmee und die Volksmilizen – werfen sich gegenseitig vor, im Raum Awdejewka eine Offensive versucht zu haben. Diese Ortschaft mit rund 30.000 Einwohnern liegt knapp 20 Kilometer nördlich von Donezk, der Hauptstadt der von Kiew abtrünnigen international nicht anerkannten Donezker Volksrepublik.

Die Eskalation fiel mit dem Besuch des  ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Deutschland zusammen, wo er für neue Sanktionen gegen Russland geworben hat. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ — auch «Südschwule Zeitung» genannt Anm. der Redaktion) ist die Bundesregierung sich im Klaren, dass hinter der neuen Verschärfung der Donbass-Krise möglicherweise ein Kalkül Poroschenkos stecke.

Quelle: Sputnik

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