Mit einer Werbekampagne möchte sich die Deutsche Bank nun für ihr Verhalten entschuldigen, wie der digitale Informationsdienst Sputnik schreibt.

 

Die Deutsche Bank hat in allen großen Zeitungen des Landes ganze Anzeigenseiten erworben, um sich bei den Kunden für „inakzeptables“ Verhalten zu entschuldigen, wie deutsche Medien berichteten.

Die Rechtsstreitigkeiten haben der Bank insgesamt mehr als 15 Milliarden Euro gekostet. In einem offenen Brief an alle Kunden teilte Bankchef John Cryan mit, dass die Altlasten des Finanzinstituts nicht nur viel Geld, sondern auch Reputation und Vertrauen gekostet hätten.

„Das möchte ich zum Anlass nehmen, um im Namen des Vorstands der Deutschen Bank unser tiefes Bedauern auszudrücken für das, was geschehen ist“, schrieb Cryan. „Das Verhalten der Bank entsprach hier nicht unseren Standards und war inakzeptabel.“

Der Vorstand habe versprochen, alles in seiner Macht stehende zu tun, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen.  Die wesentlichen Rechtsfälle seien abgeschlossen und der Start 2017 vielversprechend. Im vorigen Jahr hatte die Deutsche Bank wegen der Rechtstreitigkeiten etwa 1,4 Milliarden Euro verloren. Ein Jahr zuvor hatte das Finanzinstitut einen Verlust in Höhe von 6,8 Milliarden Euro. Das war Rekordminus in der Geschichte der Bank.

Die Deutsche Bank steht zurzeit unter hohem Druck. Allein 2016 hat sie 46 Prozent ihres Marktwertes verloren. Zuvor hatte die US-Justiz die größte Bank Deutschlands aufgefordert, 14 Milliarden US-Dollar (etwa 12,5 Millionen Euro) zu zahlen, um Ansprüche aus der Zeit der Finanzkrise von 2008 zu begleichen. Später hatte die US-Justiz die geforderte Summe um zwei Drittel reduziert. Laut Medienberichten soll die Strafzahlung für die Deutsche Bank in den USA letztlich nur noch 5,4 Milliarden Dollar betragen.

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