Dutzende Protestierende haben sich am Sonntagabend vor dem Außenministerium in Madrid versammelt und von der spanische Regierung gefordert, die diplomatischen Beziehungen mit Kiew zu beenden.

 

Lage im Donbass

 

„Wir verlangen von der Regierung, die diplomatischen Beziehungen mit der Regierung der Ukraine abzubrechen“, so die Organisatorin und offizielle Sprecherin des „Forums gegen den imperialistischen Krieg und Nato“, Angeles Maestro, gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.

 

Anlass für die Demonstration war die jüngste Zuspitzung im Donbass, wofür die spanischen Aktivisten die ukrainische Regierung verantwortlich machen. Ihrer Meinung nach habe Kiew „eine Strafexpedition gegen die Zivilbevölkerung im Donbass durchgeführt und dadurch das Minsker Abkommen gebrochen, welches schwere Waffen verboten hatte“.

Maestro zufolge werfen die Aktionsteilnehmer „der EU Beihilfe derjenigen Macht vor, die als Ergebnis einer Machtergreifung entstand und von Anhängern der Nazi-Ideologie unterstützt wird“.

 

Die Aktion stand unter dem Motto „Kiew wirft Bomben auf Zivilisten. Donbass wehrt sich“. Viele Teilnehmer trugen Fotos von zerstörten Ortschaften in der Ostukraine und Flaggen der selbsterklärten Lugansker Volksrepublik. „Faschismus raus aus dem Donbass!“, „Keine Nato, raus mit den Militärstützpunkten!“ und  „Donbass siegt!“ skandierten die Demonstrierenden.

 

„Wir Internationalisten und Antifaschisten wollen unsere Solidarität gegenüber dem Donbass ausdrücken. Wir haben nicht vergessen, dass Madrid den Ukrainern Dank schuldet, die nach Spanien kamen, um mit dem Franco-Regime während des Zivilkrieges (1936-1939) zu kämpfen“, so Maestro.

Die Protestteilnehmer verlangten gleichermaßen von den spanischen Mächten, mit der „politischen und militanten Unterstützung, direkten oder indirekten, durch die EU oder die Nato, gegenüber der verbrecherischen Regierung in Kiew zu brechen“.

In den vergangenen Tagen waren die Kämpfe in der Ost-Ukraine wieder aufgeflammt. Es soll Dutzende Tote gegeben haben. Beide Seiten – die Regierungsarmee und die Volksmilizen – warfen sich gegenseitig vor, im Raum Donezk eine Offensive versucht zu haben. In nördlich von Donezk gelegenen Awdijiwka (Awdejewka) hat Kiew den Ausnahmezustand erklärt, weil Bewohner kein Wasser, keine Heizung und keinen Strom haben.

 

Wie es am Mittwoch aus dem Verteidigungsministerium der Ukraine hieß, sind „unsere Männer zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach Möglichkeit Meter für Meter, Schritt für Schritt heldenhaft vorangekommen“. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, bezeichnete diese Erklärung als eine Bestätigung für die Angriffshandlungen der ukrainischen Streitkräfte, was eine Verletzung der Minsker Abkommen sei.

 

Quelle: Sputnik