Die Eskalation der Lage nahe Awdejewka im Donbass hat die Müdigkeit wegen der Untätigkeit der Politiker bei der Lösung des Konflikts in der Ostukraine gezeigt, wie die Abgeordnete des ukrainischen Parlaments und ehemalige Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko in einem Interview mit dem Sender „112 Ukraine“ sagte.

 

Situation im Donbass

 

„Wir haben gesehen, dass die Versprechen über eine starke Armee und darüber, was ihr alles fehlt, nicht wahr sind (…) Diese Situation hat gezeigt, dass bei uns bislang nur Menschen zum Kampf bereit sind. Und leider hat dieser Krieg seit drei Jahren ermüdet. Ermüdet haben die Untätigkeit der Politiker, ihre schwache Diplomatie und schwache Unbestimmtheit – entweder erreichen wir den Sieg durch Krieg oder wir setzen uns an den Verhandlungstisch und beenden den Krieg durch Frieden“, sagte sie.

 

Sawtschenko hatte sich am 7. Dezember 2016 in Minsk mit den Chefs der selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk getroffen, um das Minsker Format „stärker und effektiver zu machen“. In Kiew wurde ihre Initiative jedoch negativ aufgenommen. Viele Politiker und Medien forderten, Sawtschenko, die zuvor als Heldin und „Hoffnung der Ukraine“ gepriesen wurde, vor Gericht zu stellen.

 

In den vergangenen Tagen sind die Kämpfe in der Ost-Ukraine wieder aufgeflammt. Es soll Dutzende Tote gegeben haben. Beide Seiten – die Regierungsarmee und die Volksmilizen – werfen sich gegenseitig vor, im Raum Awdejewka eine Offensive versucht zu haben. Diese Ortschaft mit rund 30.000 Einwohnern liegt knapp 20 Kilometer nördlich von Donezk.

 

Die Eskalation fiel mit dem Besuch des  ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Deutschland zusammen, wo er für neue Sanktionen gegen Russland geworben hat. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ist sich die Bundesregierung im Klaren, dass hinter der neuen Verschärfung der Donbass-Krise möglicherweise ein Kalkül Poroschenkos stecken könnte.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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