Russische und amerikanische Diplomaten pflegen die Genfer Kontakte zu Syrien weiter, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow mitteilte. Die entsprechenden Treffen der Gruppen finden wöchentlich statt.

 

Russlands Außenminister Sergej Lawrow

 

„Trotz der Unfähigkeit der US-Administration unter Barack Obama, das Abkommen zu erfüllen, welches im September des vergangenen Jahres mit großer Mühe erreicht worden war und einen Weg zu einer realen Koordinierung im Anti-Terror-Kampf in Syrien zwischen Russland und der von den USA geführten Koalition öffnete“, so der russische Außenminister.

„Obwohl das Abkommen wegen der US-Absage und Differenzen im Weißen Haus nicht in Kraft getreten war, wurden Kontakte auf Arbeitsebene, darunter auch in Genf, fortgesetzt.“

 

Sobald die für die Syrien-Fragen verantwortlichen Strukturen der US-Administration errichtet würden, könnte man sich dann auf politischer Ebene kontaktieren. Außerdem verwies Lawrow auf Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump, wonach für alle Beteiligten die Terrormiliz Daesh (IS, auch Islamischer Staat) als Hauptbedrohung gilt, die gemeinsam bekämpft werden muss.

 

Zuvor hatte Trump bestätigt, dass er mehrere Sicherheitszonen in Syrien einrichten wolle, um das Problem mit den Flüchtlingen lösen zu können. Der russische Außenminister bestätigte diese Initiative.

 

Quelle: Sputnik