Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag im Landkreis Vorpommern-Greifswald ein mutmaßliches Mitglied der Terrorgruppierung „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh — in Russland verboten) festnehmen lassen, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung des Amtes, schreibt der digitale Informationsdienst Sputnik.

Der 31-jährige syrische Staatsangehörige Akram A. soll nach Angaben der Bundesanwaltschaft einen IS-Kontrollposten in Syrien befehligt haben. Der Posten sei eingerichtet worden, um zu verhindern, dass Personen das von den Terroristen beherrschte Territorium unkontrolliert verlassen.

Außerdem soll der Verdächtige eine Frau vergewaltigt haben. Laut der Pressemitteilung hatte eine Syrerin versucht, mit ihren Kindern aus dem Gebiet des IS zu flüchten. Akram A. soll sie an seinem Kontrollposten aufgehalten haben. Und zwar unter dem Vorwand, ihr die notwendige „Ausreiseerlaubnis“ zu verschaffen. Er soll sie in ein Haus gelockt und dort vergewaltig haben. Damit habe er ein Kriegsverbrechen begangen.

Offenbar hatte der Verdächtige im Kreis Vorpommern-Greifswald eine Wohnung. Diese wurde von der Polizei durchsucht. Der mutmaßliche IS-Kämpfer soll am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über einen Haftbefehl entscheiden wird.